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Was tun mit meinem Bausparvertrag?

Helga S., Anfang 50 und allein erziehende Mutter eines schulpflichtigen Kindes, wurde ihre Teilzeitstelle gekündigt. Nun steht ihr monatlich noch weniger Geld zur Verfügung und die Aussichten auf eine neue Stelle sehen für sie nicht rosig aus. Nun überlegt sie, welche monatlichen Fixkosten sie einsparen könnte. Ihr laufender Bausparvertrag scheint ihr angesichts ihrer gegenwärtigen Lebenssituation ein Luxus zu sein, den sie sich nicht leisten kann, denn die Belastungen durch die Bausparraten sind zu hoch. Doch möchte Helga S. nicht zusätzlich finanzielle Einbußen hinnehmen, die mit einer vorzeitigen Auflösung des Bausparvertrags einhergehen könnten. Was ist also zu tun? 

Vorzeitiges Beenden des Bausparvertrags ist möglich, will aber überlegt sein

Zwar sind Bausparverträge auf viele Jahre angelegt, doch unerwarteter Kapitalbedarf bzw. veränderte Lebenssituationen können ein Beenden des Vertrages erforderlich machen. Denn auch wenn Bausparverträge zum Sparen, zur Sicherung eines Darlehens oder für den notwendig werdenden Spielraum beim Hausbau genutzt werden, kann es im Einzelfall notwendig sein, den Bausparvertrag vorzeitig aufzulösen.


Achtung: Vorzeitiges Beenden des Bausparvertrages ist mit eventuell hohen Einbußen verbunden

Grundsätzlich ist es möglich, einen Bausparvertrag vorzeitig zu beenden. Allerdings sind in der Anspar-Phase Kündigungsfristen zwischen drei und sechs Monaten einzuhalten. Das verfügbare Guthaben wird erst nach Ablauf dieser Frist ausgezahlt. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass die bei Abschluss des Vertrages gezahlte Gebühr von der Bausparkasse einbehalten wird, und zwar unabhängig von der bisherigen Laufzeit des Vertrags. Die zusätzliche Erhebung einer Vorfälligkeitsgebühr verringert nochmals das ausgezahlte Guthaben. Zudem müssen Bausparer bei einer Auflösung vor der Mindest-Vertragslaufzeit von sieben Jahren auf die Förderbeträge aus der Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage verzichten. 

Unser Tipp: Vor der Auflösung des Vertrages gut informieren

Die vorzeitige Auflösung eines Bausparvertrages sollte also wohl überlegt sein. Über günstigere Möglichkeiten als die der Kündigungen, sollten sich Bausparer eingehend erkundigen. Unabhängig davon sollten Sie bei der jeweiligen Bausparkasse nachfragen, welches Guthaben beim Verkauf ausgezahlt werden würde und dieses mit den bisher eingezahlten Sparsummen vergleichen. 

Unabhängig von der einzelnen Bausparkasse und den unterschiedlichen Tarifen, ist das Prinzip des Bausparens immer dasselbe. Ein Bausparvertrag ist zunächst ein Sparvertrag, den der Bausparer mit seiner Bausparkasse abschließt. Im Bausparvertrag wird eine bestimmte Bausparsumme festgelegt sowie die regelmäßigen (meist monatlichen) Raten, die fortan eingezahlt werden müssen. Weiterhin sichert die Bausparkasse einen vertraglich vereinbarten Zinssatz zu, mit dem das Guthaben des Bausparers während der Anspar-Phase verzinst wird. 

Zweck des Bausparens ist letztlich, die Finanzierung von Wohneigentum für den Bausparer – wie zum Beispiel der Erwerb von Immobilien, der Bau oder die Modernisierung selbst genutzten Wohneigentums. Neben dem Ansparen von Eigenkapital regeln Bausparverträge deshalb zugleich den Anspruch des Bausparers auf ein Darlehen zu festen Zinsen. In den Vertragsbedingungen ist außerdem die Zuteilung des Bausparvertrages festgeschrieben. Das ist der Zeitpunkt, an dem über das gesparte Guthaben und das Bauspardarlehen verfügt werden kann. Auch der Zinssatz, die Tilgungsfrist und die Höhe der Tilgungsraten für das Bauspardarlehen werden bereits im Bausparvertrag festgeschrieben.

Damit die Rückzahlung des Bauspardarlehens auch im Todesfall des Bausparers abgesichert ist, sind viele Bausparverträge an eine Unfallversicherung in Höhe der Darlehenssumme gekoppelt. Hinzu kommen unterschiedliche Zuschüsse, die der Staat bereitstellt und damit diese Form des Sparens unter bestimmten Voraussetzungen (Einkommensgrenzen) fördert. 

Das sind zum Einen die Arbeitnehmersparzulage und zum Anderen die Wohnungsbauprämie. Beide staatliche Fördermaßnahmen geben dem Bausparer die Möglichkeit, schneller an sein Ansparziel zu gelangen – eine ideale Möglichkeit folglich, das Geld schnell zu vermehren. 

Der Anspruch auf diese staatlichen Zuschüsse hängt vom Einkommen ab. Außerdem kann die Arbeitnehmersparzulage lediglich von Arbeitnehmern bzw. Angestellten, nicht jedoch von Selbstständigen in Anspruch genommen werden. Mit dieser Unterstützung sollen demnach auch die weniger Verdienenden eine Möglichkeit bekommen, sich mit dem Bausparen einmal den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen zu können. 

Die Grenzen für den staatlichen Zuschuss durch eine Arbeitnehmersparzulage liegen bei Alleinstehenden bei einem zu versteuernden Brutto-Einkommen von 17.900 Euro. Bei Verheirateten liegt die Grenze bei 35.800 Euro. Liegt der Arbeitnehmer unter dieser Einkommensgrenze, kann er bei seinem Arbeitgeber einen Antrag auf sogenannte vermögenswirksame Leistungen stellen. Dieser Antrag muss jedes Jahr erneut gestellt, die vermögenswirksame Leistung jedes Jahr mit der Einkommensteuererklärung angegeben werden.

In der Summe ergibt sich durch die Arbeitnehmersparzulage letztendlich ein Zuschuss in Höhe von 9 Prozent der Sparsumme, den der Staat erbringt. Bei der Wohnungsbauprämie kommen nochmal 8,8 Prozent der durch den Bausparer eingezahlten Beträge als Zuschuss hinzu. Auch hier gibt es eine Einkommensgrenze von 25.600 Euro bei Alleinstehenden und 51.200 Euro bei Verheirateten.

Letztendlich kann der Bausparvertrag durch diese Zuschüsse schnell wachsen. Wer vorausschauend mit dieser Art der Geldanlagen kalkuliert und das Ziel einer Baufinanzierung vor Augen hat, kann nur gewinnen, unabhängig davon, wie die Bausparsumme tatsächlich verwendet wird. 

Die Deutschen gelten generell als fleißige Sparer. Das Bausparen ist in Deutschland mehr als 100 Jahre lang verbreitet. Bausparverträge gehören zu den beliebtesten Anlageformen.

Seit geraumer Zeit bieten Bausparkassen zunehmend auch Tarife an, die darauf abzielen, dass Bausparer eventuell auf das Darlehen verzichten. In diesen Fällen stehen das Sparen und damit die gewinnbringende Geldanlage im Vordergrund. Den Verzicht auf ein Bauspardarlehen belohnen die Bausparkassen mit Boni, die zusätzlich zu den vereinbarten Zinsen gezahlt werden. Daraus ergibt sich für den Bausparer eine deutlich höhere Rendite, die mit vergleichbaren Anlageformen (wie beispielsweise Sparplänen von Banken und Sparkassen) durchaus konkurrieren kann, in Niedrigzins-Phasen oft sogar eine bessere Gesamtrendite verspricht.

Die Vorteile von Bausparverträgen

Zunächst ist anzumerken, dass Bausparverträge eine sehr sichere Geldanlage sind. Der Zinssatz während der Anspar-Phase wird vertraglich festgelegt und zugesichert. Ein weiterer Vorteil ist die verbindliche Darlehenszusage mit festgeschriebenen Zins- und Tilgungssätzen. Das sorgt für Transparenz und gibt Bausparern eine Investitionssicherheit. Hinzu kommt, dass Bauspardarlehen außerordentlich zinsgünstig sind. Ihr Zinssatz (mitunter weniger als 2 Prozent) lag und liegt oft unter den marktüblichen Zinsen für ein Investitions-Darlehen. 

Attraktiv ist ein Bausparvertrag nicht zuletzt aber aufgrund der staatlichen Förderung. Im Einzelnen kommen folgende Fördermittel infrage: Vermögenswirksame Leistungen, Arbeitnehmersparzulagen, Wohnungsbauprämien, Steuervorteile und Zulagen während der Tilgungsphase (bei sogenannten Wohn-Riester-Bausparverträgen).

  • Sicherheit und Transparenz
  • Zugesichertes, zinsgünstiges Darlehen
  • Anspruch auf Zuschüsse 

Die Nachteile von Bausparverträgen

Bei der überwiegenden Mehrzahl der Bausparverträge wird das Sparguthaben des Bausparers nur sehr niedrig verzinst, was als Nachteil zu alternativen Geldanlagen zu werten ist.

Ein weiterer Nachteil ist die lange Laufzeit der Bausparverträge. Die Tatsache, dass sowohl das Ersparte als auch das in Aussicht gestellte Darlehen an einen bestimmten Verwendungszweck, nämlich an die Investition in wohnwirtschaftliche Zwecke, gebunden ist, verhindert ein freies verfügen über das gesamte Geld.

Als Nachteil müssen auch die von der Bausparkasse erhobenen Gebühren erwähnt werden, die sich nachteilig auf die Gesamtrendite auswirken. (Verbraucherzentralen stellen sogar infrage, ob diese Gebühren überhaupt rechtmäßig sind.)

  • Gebundenes Kapital
  • Verwendungszweck ist eingeschränkt
  • Niedriger Sparzins
  • Lange Laufzeit
  • Wenig anpassungsfähig bei Veränderung der Lebenssituation

Fazit

Bausparverträge sind ein interessantes Finanzinstrument – und zwar sowohl für Bausparer, die tatsächlich in Wohneigentum investieren möchten, als auch für Sparer auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage. Für beide Gruppen ist ein Bausparvertrag jedoch nur dann sinnvoll, wenn er dem finanziellen Spielraum des Bausparers angemessen ist und mit seinen Zielen übereinstimmt. Leider ist das häufig nicht der Fall.

Die Zeitschrift Finanztest verglich insgesamt 22 Bausparinstitute. Die Ergebnisse ließen aufhorchen. Denn nur knapp die Hälfte aller Beratungsgespräche wurde als sehr gut bis gut bewertet. Fast jede vierte Beratung wurde hingegen als mangelhaft eingestuft. Obwohl die Tester ihre Ziele ganz eindeutig formulierten, errechneten die Bausparkassen vielfach zu hohe Spar-, Darlehens- und Tilgungsraten oder eine zu lange Laufzeit bis zur Zuteilung des Darlehens. Obwohl der Testkunde beabsichtigte, seinen Wohnraum in vier Jahren zu modernisieren, wurden viele der angebotenen Bausparverträge erst nach weiteren 12 Monaten oder sogar noch später zuteilungsreif. Zum geplanten Zeitpunkt der Modernisierungsmaßnahme hätte der Testkunde somit nicht über die vereinbarte Bausparsumme verfügen können. Viele der angebotenen Bausparverträge waren, verglichen mit einer Finanzierung ohne Bausparvertrag, schlichtweg zu teuer (Quelle: Finanztest 08/2012). 

Zahlreiche Beweggründe, einen Bausparvertrag aufzugeben

Die Idee, sich von einem bestehenden Bausparvertrag zu trennen, kann zahlreiche Gründe haben. Womöglich hat sich die Lebenssituation derart verändert, dass die ursprüngliche Absicht, ein Haus zu bauen oder eine Eigentumswohnung zu kaufen, aufgegeben wird. Aufgrund von Krankheit oder Arbeitslosigkeit können die monatlichen Sparraten für den Bausparvertrag nicht mehr aufgebracht werden oder notwendige Investitionen belasten das Haushaltsbudget. Unvorhergesehene Ausgaben führen zu finanziellen Engpässen, weshalb dringender Kapitalbedarf besteht. Abgesehen davon, sind die Zinssätze für Bauspardarlehen, insbesondere bei Altverträgen, mitunter höher als derzeit für eine Baufinanzierung angebotene Bankdarlehen.


Unser Tipp: Fragen Sie sich, ob Ihr Bausparvertrag in Ihre Lebenssituation passt

Zunächst empfiehlt es sich, genau zu prüfen, ob der bestehende Bausparvertrag noch passt. Verbraucherzentralen bieten hierbei Beratung und Unterstützung an. Gemeinsam mit einem Experten finden Sie in einem persönlichen Gespräch heraus, ob es vorteilhaft ist, den fraglichen Bausparvertrag zu behalten oder ob es finanzielle Vorteile verspricht, ihn aufzugeben und zu verkaufen.

Wer – aus welchen Gründen auch immer – das angesparte Kapital aus seinem Bausparvertrag benötigt, denkt meist zuerst an eine Kündigung des Vertrages. Doch ist dies nicht die einzige Möglichkeit und in vielen Fällen nicht einmal die vorteilhafteste. Denn: Die Kündigung von Bausparverträgen vor dem Ablauf der 7-jährigen Anspar-Phase geht meist auch mit Verlusten einher! Dabei geht es nicht allein nur um die von der Bausparkasse erhobene Gebühr, sondern vielmehr auch um die verloren gehenden staatlichen Zulagen, sofern das Guthaben nicht für wohnwirtschaftliche Zwecke verwendet werden soll. Hat der Bausparer die Tarifvariante gewählt, bei der es von vornherein nicht um die Förderung von Wohneigentum ging, entgehen ihm die im Vertrag vereinbarten Bonuszahlungen. Hinzu kommt, dass in den meisten Bausparverträgen eine relativ lange Kündigungsfrist enthalten ist – üblich sind sechs Monate.


Die Nachteile einer Kündigung auf einen Blick

  • Finanzielle Einbußen
  • Gegebenenfalls Rückzahlung von Fördermitteln
  • Lange Kündigungsfrist
  • Lange Bearbeitungszeiten seitens der Bausparkasse
  • Schnelle Auszahlung des Guthabens nicht garantiert

 

 

Bausparvertrag freistellen

Sind es nur die monatlichen Sparraten für einen noch nicht zugeteilten Bausparvertrag, die der Bausparer momentan nicht aufbringen kann, lässt sich meist mit den Bauspar-Instituten verhandeln. Der Vertrag wird für eine vereinbarte Frist von weiteren Zahlungen freigestellt. Damit verlängert sich zwar die Frist bis zur Zuteilung, die übrigen Vertragsvereinbarungen bestehen aber fort, der Darlehensanspruch bleibt bestehen, eventuell bereits erhaltene staatliche Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden, wenn das Guthaben später für wohnwirtschaftliche Zwecke eingesetzt wird.

Bausparvertrag abtreten

Der Gesetzgeber sieht vor, dass ein Bausparvertrag innerhalb der Familie an Verwandte ersten Grades (Ehepartner, Geschwister, Kinder) übertragen werden kann. Wer sich mit diesem Anliegen an seine Bausparkasse wendet, kann nicht abgewiesen werden.

Für den Angehörigen, der in den Bausparvertrag eintritt, gelten dann alle im Vertrag vereinbarten Bedingungen, also auch der Anspruch auf ein Darlehen zu den im Vertrag festgelegten Zinssätzen. Allerdings wird zuvor die Bonität des neuen Vertragsinhabers geprüft, was wiederum etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Mit erfolgter Übertragung ist fortan das Familienmitglied Inhaber des Bausparvertrages mitsamt dem bereits vorhandenen Guthaben.
Natürlich ist es möglich, sich innerhalb der Familie (unabhängig von Bausparkasse und/oder Bankinstitut) darüber zu einigen, dass der neue Inhaber des Bausparvertrages dem ursprünglichen Inhaber das von diesem angesparte Geld aus eigenen Mitteln erstattet.

Bausparvertrag beleihen oder verpfänden

In einer finanziell angespannten Situation kann das Beleihen von Bausparverträgen sinnvoll sein, wenn der Bausparer beispielsweise nicht kreditwürdig ist. Mit seinem Bausparguthaben als Sicherheit kann er aber meist ohne langwierige Bonitätsprüfung dennoch einen Überbrückungskredit erhalten.

Diese Möglichkeit kommt vor allem dann in Betracht, wenn ein Liquiditätsengpass überbrückt werden soll, der Bausparer seinen Bausparvertrag jedoch nicht endgültig aufgeben möchte.

Als mögliche Darlehensgeber kommen in diesem Fall verschiedene Ansprechpartner infrage.

Vorausdarlehen von der Bausparkasse

Geht es um die Finanzierung eines Bauvorhabens, etwa um Modernisierungsmaßnahmen oder andere wohnwirtschaftliche Zwecke, lohnt es sich, bei der Bausparkasse selbst anzufragen. Da eine solche Verwendung des neuen Darlehens den für Bauspardarlehen geltenden Bedingungen entspricht, geht es hier im Grunde nur um eine Vorwegnahme dessen, was der Sinn und Zweck von Bausparverträgen ist. Die von den Bauspar-Instituten praktizierte Lösung ist ein Vorausdarlehen, das vom Bausparvertrag abgelöst wird, sobald dieser zuteilungsreif ist.

Derartige Vorausdarlehen werden fast immer in der Höhe der im Bausparvertrag festgelegten Bausparsumme gewährt, umfassen also auch den Anspruch auf das Darlehen und sind damit höher als das Guthaben.

Für Bau- und Modernisierungsmaßnahmen, die finanziert werden sollen, bevor der Bausparvertrag zugeteilt wird, kann ein solches Darlehen diese Phase gut überbrücken.

Allzweckdarlehen von Banken, Sparkassen und Kreditinstituten

Eine andere Variante besteht darin, bei der Hausbank oder einem anderen Geldinstitut ein Darlehen zu beantragen und mit dem angesparten Guthaben aus dem Bausparvertrag abzusichern. Ein Darlehen in Höhe des auf dem Bausparvertrag aktuell ausgewiesenen Guthabens hat den Vorteil, dass es für jeden Zweck eingesetzt werden kann; der Bausparer also nicht an eine wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden ist. Außerdem entfällt mit dem Nachweis des vorhandenen Guthabens meist eine weitere Bonitätsprüfung, weshalb das Darlehen schnell verfügbar ist.

Fazit

Sind es lediglich die Sparraten, die der Bausparer nicht mehr aufbringen kann oder möchte, kann das Freistellen von weiteren Zahlungen genau die richtige Lösung für ihn sein.
Geht es darum, die Finanzierung geplanter Baumaßnahmen zu beschleunigen, kann das Beleihen des Bausparvertrages sinnvoll sein.
Möchte der Bausparer jedoch seine prekäre Finanzlage ausgleichen und kein neues Darlehen aufnehmen, sondern möglichst schnell über sein Bausparguthaben verfügen, erreicht er dieses Ziel weder mit einer Freistellung noch mit einem Beleihen seines Bausparvertrages.

In diesem Fall stellt sich die Frage, ob der Verkauf des Vertrags seine Probleme lösen kann.

So kann es sich durchaus lohnen, seinen Bausparvertrag zu verkaufen. Während einige Verbraucher inzwischen wissen, dass sich eine Versicherung vor ihrer Fälligkeit gewinnbringend verkaufen lässt, ist die Tatsache, dass auch Bausparverträge verkauft werden können, weniger bekannt.

Hintergrund: Zweitmarkt für den Bausparvertrag

Jeder Vertrag lässt sich kündigen. In diesem Fall verhandeln die Vertragspartner miteinander. Häufig ist dabei einer der Vertragspartner in einer deutlich besseren Position und kann die Bedingungen für das Auflösen eines bestehenden Vertrages diktieren.

In Bezug auf Bausparverträge sitzen die Bauspar-Institute „am längeren Hebel“, weshalb Kunden, die kündigen, oft im Nachteil sind. Gleichzeitig besitzt der Kunde mit seinem Bausparvertrag ein Produkt, dessen Wert höher ist als die Summe, die von der Bausparkasse im Falle einer Auflösung ausgezahlt wird. Auch die an viele Bausparverträge geknüpfte Unfallversicherung kann für Ankäufer interessant sein.

Als Handelsplattform für derartige Produkte entstehen Zweitmärkte, die dem unzufriedenen Kunden ein alternatives Angebot unterbreiten. Bislang waren Zweitmärkte vor allem für Lebensversicherungspolicen und Anteile an geschlossenen Fonds bekannt. Doch auch für Bausparverträge und die damit verbundene Unfallversicherung gibt es mittlerweile einen Zweitmarkt. Der bisherige Bausparer muss keine Zahlungen mehr an die Bausparkasse leisten.

Die Vorteile beim Verkauf eines Bausparvertrages

Kündigen Bausparer ihren Vertrag oder treten ihn ab, ist aufgrund langer Kündigungsfristen oder auch der Bonitätsprüfung des Familienangehörigen, der in den Vertrag eintreten möchte, mit langen Bearbeitungszeiten seitens der Bausparkasse zu rechnen. Wer dringend Geld benötigt, um einen Engpass zu überbrücken, hat damit ein Problem und muss sich womöglich um eine Zwischenfinanzierung bemühen, bevor er über sein Geld aus dem Bausparvertrag verfügen kann.

Beim Verkauf eines Bausparvertrages an einen Finanzdienstleister gibt es weder Kündigungsfristen noch lange Wartezeiten. Nach der Wertermittlung für den fraglichen Bausparvertrag wird ein Angebot unterbreitet. Sobald die Bausparkasse das vorhandene Guthaben bestätigt hat, erhält der Bausparer sein Geld, manchmal bereits vor Monatsfrist. Auch muss sich der Bausparer nicht selbst um die Abwicklung des Vertrages kümmern. Das übernimmt der Käufer.


Unser Tipp: Verkauf mit Rückkaufgarantie

Einige Finanzdienstleister kaufen Bausparverträge an, räumen dem Bausparer aber die Option ein, ihren ursprünglichen Bausparvertrag binnen einer bestimmten Frist zurückkaufen zu können. Wer dringend Geld benötigt, jedoch unsicher ist, ob das Verkaufen seines Bausparvertrages tatsächlich die beste Lösung ist, löst über einen Verkauf mit Rückkaufgarantie zunächst sein aktuelles Liquiditätsproblem. Gleichzeitig gewinnt er Zeit für eine endgültige Entscheidung darüber, ob er den Bausparvertrag verkaufen möchte.

Wann macht der Verkauf Sinn und wann nicht?

Vorausgesetzt, der Bausparer selbst hat keinerlei Interesse mehr, seinen bestehenden Vertrag fortzuführen und der Verzicht auf das in Aussicht gestellte Darlehen ist für ihn unbedeutend, kann das Verkaufen des Bausparvertrages eine lohnenswerte Option sein.

Ist ein Bausparer entschlossen, seinen Bausparvertrag aufzugeben und erhält von einem potentiellen Käufer seines Vertrages ein faires Angebot, macht der Verkauf des Bausparvertrages Sinn. Herauszufinden, wann sich der Verkauf eines Bausparvertrages lohnt, ist vor allem eine Rechenaufgabe.

  • Kaufpreis wird binnen kurzer Frist ausgezahlt
  • Finanzmittel sind schnell verfügbar
  • Käufer übernimmt die Abwicklung des Vertrages mit der Bausparkasse
  • Bausparer kann über Beträge der bisherigen Sparraten wieder frei verfügen

Unser Tipp: Holen Sie vor dem Verkauf des Bausparvertrages einen Expertenrat ein!

Bausparer sind gut beraten, sich bei der Bewertung ihres Vertrages professionelle Hilfe zu suchen. Oft rechnen die Experten nicht nur den aktuellen Wert des Bausparvertrages aus, sondern finden heraus, ob ein Verkauf oder aber eine der zuvor genannten Möglichkeiten (Kündigen, Beleihen oder Abtreten des Bausparvertrages) für den Bausparer am günstigsten ist. 

Achtung: Vorsicht vor obskuren Angeboten

Manchmal unterbreiten Finanzdienstleister jedoch recht obskure Angebote, die es genau zu prüfen gilt. Dazu zählen alle Vorschläge, nicht den gesamten Kaufpreis auszuzahlen, sondern stattdessen einen Teil der Summe in andere Geldanlagen zu investieren. Hier ist es angebracht, die angebotenen Finanzprodukte genau unter die Lupe zu nehmen.

Unter welchen Voraussetzungen kann man seinen Bausparvertrag verkaufen?

Völlig unabhängig vom Guthaben, vom Tarif, von der Laufzeit und vom aktuellen Vertragsstatus findet sich für nahezu jeden noch nicht zugeteilten Bausparvertrag ein Käufer. Ist es bei einigen Verträgen das garantierte, zinsgünstige Darlehen, das ihre Attraktivität ausmacht, kann es bei Altverträgen auch die verglichen mit den derzeitig niedrigen Zinsen für Spareinlagen höhere Verzinsung des Bausparguthabens sein. Das gilt insbesondere für Tarifvarianten, bei denen Bonuszahlungen für die Nichtinanspruchnahme eines Bauspardarlehens vertraglich vereinbart wurden. Zins- und Bonuszahlungen zusammengerechnet können eine jährliche Rendite von bis zu fünf Prozent ergeben. Bedenken Sie aber: Einige Ankäufer von Bausparverträgen kaufen diese nur, wenn sie ein Mindestsparguthaben aufweisen.

Worauf sollte man beim Verkauf von Bausparverträgen achten?

Wer entschlossen ist, seinen Bausparvertrag zu verkaufen, sollte daher zunächst herausfinden, welchen Wert dieser Vertrag besitzt. Nur so lässt sich schließlich beurteilen, ob die Angebote potentieller Käufer dem realistischen Wert des Bausparvertrages auch entsprechen.

Eine Möglichkeit ist es natürlich, Angebote verschiedener Kaufinteressenten einzuholen und miteinander zu vergleichen. Das sagt allerdings mehr über den Zweitmarkt als über den konkreten Vertrag aus.

Bausparvertrag: 
Besondere Form eines Sparvertrages mit Anrecht auf ein Darlehen, für das der Staat unter bestimmten Bedingungen Zulagen zahlt.

Private Unfallversicherung: 
Versicherung zum Schutz vor wirtschaftlichen Folgen von Unfällen.

Wohnungsbauprämie: 
Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Subvention in Deutschland. Eingeführt wurde die Prämie 1952 aufgrund der Wohnungsnot nach dem Krieg. Gemäß dem Wohnungsbau-Prämiengesetz haben alle Bürger in Deutschland Anspruch auf die Wohnungsbauprämie – und zwar alle steuerpflichtigen Personen ab 16 Jahren, wenn sie prämienbegünstigte Aufwendungen leisten und die Einkommensgrenzen nicht überschreiten.

Vermögenswirksame Leistungen: 
Vermögenswirksame Leistungen wurden im Jahr 1970 eingeführt. Ziel war es, Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen zu ermöglichen, durch Geldrücklagen von ihrem monatlichen Gehalt im Laufe der Zeit ein erhebliches Kapital zu bilden.
Die vermögenswirksame Leistung ist eine durch den Arbeitgeber im Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Arbeitsvertrag vereinbarte Geldleistung. In Abhängigkeit vom Vertrag kann der Arbeitnehmer selbst etwas hinzuzahlen. Die vermögenswirksame Leistung wird mit einer Arbeitnehmersparzulage vom Staat gefördert. Angespart wird in der Regel 7 Jahre lang. Das letzte Jahr verläuft jedoch beitragsfrei. 

Arbeitnehmersparzulage: 
Die Arbeitnehmersparzulage ist eine staatlich gewährte Geldzulage für Arbeitnehmer zur Förderung der Vermögensbildung. Sie ist eine staatliche Subvention für vermögenswirksame Leistungen, das heißt Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt, etwa für einen Bausparvertrag. Das erste Vermögensbildungsgesetz wurde im Jahr 1961 verabschiedet, weitere Novellen folgten 1965, 1970 und 1984.