0841 981 601 320
Montag bis Freitag 9.00-16.30 Uhr • Rückruf-Service

Formular ausfüllen und absenden, Ihr Kaufangebot erhalten Sie in Kürze!

Sie können uns mit Hilfe des folgenden Formulars eine E-Mail schicken.
Die mit einem Stern (*) gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden. 

Allgemeine Angaben

Um Ihnen schnell und aussagekräftig eine Berechnung zu Ihren Daten erstellen zu können, bedarf es oft nur einer kurzen Rückfrage. Mit der Angabe Ihrer Telefonnummer helfen Sie uns, den Vorgang zu Ihrem Vorteil zu beschleunigen.

Angaben zur Lebensversicherung
Ich habe die Hinweise zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

Durch moderne SSL Verschlüsselung sind Ihre Daten bei uns absolut sicher!

Schnelle, garantierte Auszahlung

Durch das schnelle Vermögensfactoring der ProLife GmbH, erhalten Sie die Auszahlung Ihres zum Ankauf eingereichten Vertrages nach nur 18 Tagen auf Ihr Konto überwiesen, unabhängig jeglicher Kündigungsfristen.

Ankauf-Garantie

Die ProLife GmbH kauft alle klassischen Lebens- und Rentenversicherungsverträge, sowie fondsgebundene Policen, aller deutschen und österreichischen Versicherer. Einzige Bedingung: Der aktuelle Rückkaufswert des Vertrages muss mindestens 1.000 € betragen. Nicht ankaufen können wir (ehemalige) Direktversicherungen und Rürup-Verträge.

Prüfungs-Garantie

Wir kämpfen für Sie, nach Auszahlung des Kaufpreises, noch weitere 3 Jahre entsprechend der aktuellen Rechtsprechung, um Nachzahlungen aus Ihrem Versicherungsvertrag zu generieren. Bei einem Verkauf an die ProLife GmbH behalten wir die aktuelle Rechtsprechung für Sie im Auge und prüfen fortlaufend, ob der von Ihnen an uns verkaufte Versicherungsvertrag von den Änderungen profitiert. Erzielen wir daraufhin Nachzahlungen, werden diese zwischen ProLife und Ihnen gerecht geteilt. Geld, das Ihnen sonst mit Sicherheit verloren ginge.

Kündigung? Freistellung? Oder verkaufen?

Was tun mit meiner Lebensversicherung?

Jede Versicherung sichert ein besonderes Risiko ab. Auch die Lebensversicherung macht da keine Ausnahme. Ihr Zweck ist die ausreichende Absicherung der Familienangehörigen, falls dem Versicherungsnehmer etwas zustößt. So sind die Hinterbliebenen durch die Lebensversicherung im schlimmsten Fall bestens geschützt. Das ist die wichtigste Eigenschaft und steht bei Abschluss der Versicherung an erster Stelle. Dazu kommt bei der kapitalbildenden Lebensversicherung, dass man damit für die Rente einen größeren Betrag anspart. Gleichzeitig ist eine Lebensversicherung aber immer eine recht unflexible Art des Sparens. Außerdem erhält man oft nur eine geringere Rückkaufssumme, falls man die Kündigung der Lebensversicherung vor Ablauf der Laufzeit der Police tätigt. Wir haben nachfolgend alle Vor- und Nachteile einer Lebensversicherung aufgeführt.

Lebensversicherungen: Vorteile – Nachteile

Oft sind viele Versicherte generell mit den Konditionen in ihrer Police bei der Lebensversicherung unzufrieden. Welche Vor- und Nachteile bei dieser Anlageform bestehen, sind hier in einer Tabelle nochmals übersichtlich zusammengestellt.


Die Vorteile einer Lebensversicherung

Der Zweck der Lebensversicherung ist gleichzeitig ihr größter Vorteil und Nutzen. Sie sichert die Familienangehörigen im schlimmsten Fall der Fälle, nämlich bei Tod des Versicherungsnehmers, ab.

Der Versicherungsnehmer kann eine individuelle Höhe und Dauer bei seiner Lebensversicherung vereinbaren. Auch kann die kapitalbildende Lebensversicherung dazu genutzt werden, um ein eigenes Wohnhaus zu finanzieren. Die Lebensversicherung dient hierbei als Sicherheit.

Die Vorteile einer kapitalbildenden Lebensversicherung auf einen Blick:

  • Die Hinterbliebenen werden finanziell abgesichert
  • Sicherheit für Kredite im Todesfall
  • Gleichzeitig wird eine Altersvorsorge angespart 
  • Man kann damit Wohneigentum absichern
  • Die Beiträge und die Laufzeiten lassen sich flexibel gestalten

Die Lebensversicherung ist eine sehr sichere Geldanlage, da im Falle einer Schieflage des Versicherungsunternehmens die Protektor Lebensversicherungs AG einschreiten würde. Diese Gesellschaft schützt Versicherte vor den Folgen einer Insolvenz eines Lebensversicherers: Verträge werden fortgeführt; die Leistungen für die Altersvorsorge und der Risikoschutz bleiben erhalten, ebenso die bereits gewährten Gewinnbeteiligungen.

Die Angehörigen sind bei eintretendem Versicherungsfall, also bei Tod des Versicherten, abgesichert und können beispielsweise im Eigenheim wohnen bleiben.

Für Selbstständige bietet sich eine Lebensversicherung mit Altersvorsorge an, da diese Berufsgruppe keine staatlichen Rentenansprüche erwirbt.


Die Nachteile einer Lebensversicherung

Neben den Vorteilen hat eine Lebensversicherung auch Nachteile. Man sollte beides sorgfältig abwägen und sich überlegen, ob man diese wirklich abschließt. Kann man die Beiträge monatlich oder jährlich leisten, um seine Familie entsprechend abzusichern? Der Versicherte geht einen verpflichtenden Vertrag ein und plant eine bestimmte Versicherungslaufzeit.

An die Lebensversicherung gebunden

Mit dem Abschluss einer Lebensversicherung geht der Versicherungsnehmer eine feste Bindung an das Versicherungsunternehmen ein. Die Versicherungsdauer der Lebensversicherung beträgt in der Regel mindestens zwölf Jahre. Kündigt man die Lebensversicherung vor Ablauf der Versicherungslaufzeit, bekommt man nur einen recht geringen Rückkaufswert zurück. Oft ist man nicht mit dem Angebot einverstanden, das einem das Versicherungsunternehmen zum Rückkaufswert macht.

Neben der Bindung sollte man bedenken, dass man selbst nichts von dem Geld hat, wenn man stirbt. Oft zahlen zudem Versicherungen keine Versicherungssumme, wenn der Versicherte durch Selbstmord stirbt. Hier sollte man die Versicherungskonditionen der Police genauestens prüfen.

Die Nachteile einer kapitalbildenden Lebensversicherung auf einen Blick:

  • Abschluss einer bindenden Police
  • Mindestlaufzeiten
  • Geringer Rückkaufswert bei vorzeitiger Kündigung
  • Selten Leistung bei Selbstmord

Die Flexibilität beim Sparen mittels einer Versicherung ist sehr gering, denn das Geld ist über Jahrzehnte zweckbestimmt angelegt.

Die Rendite ist auf Grund der verschiedenen Bestandteile, die vom Beitrag abgezogen werden, nicht sehr hoch. So gibt es einen Risikoanteil zur Deckung des Todesfallrisikos, einen Posten für Verwaltung und Vermittlungsprovision und natürlich den Sparanteil für die Altersvorsorge.

Der Versicherte muss für die Absicherung im Todesfall in Kombination mit der Altersvorsorge monatlich relativ hohe Prämien zahlen. Das führt bei plötzlichem Geldmangel dazu, die Lebensversicherung vorzeitig aufzulösen, was zu Verlusten führt.


Laufzeiten und Vertragsdauer einer Lebensversicherung

Die Mindestdauer bei einem Lebensversicherungsvertrag beträgt rund drei Jahre und wird maximal über 45 Jahre abgeschlossen.

Markus M., verheiratet, zwei Kinder möchte, dass seine Familie gut abgesichert ist. Es ist für ihn eine schreckliche Vorstellung, dass seine Lieben aus dem neuen Eigenheim ausziehen müssen, falls ihm etwas passiert. Zwar geht auch seine Partnerin arbeiten, jedoch ist er nach wie vor Hauptverdiener in der Familie. Zusätzlich spart er für seine Altersvorsorge. Nun sind das Auto und die Waschmaschine kaputt, eine Reparatur lohnt nicht mehr – und die Familie benötigt dringend Geld. Lohnt es sich, seine Lebensversicherung vorzeitig zu kündigen, zu verkaufen oder freizustellen und die monatlichen Belastungen einzusparen?


Geht es Ihnen auch so mit Ihrer Lebensversicherung?

Genau wie in unserem Beispiel geht es vielen Millionen Deutschen – sie benötigen schnell eine größere Summe Bargeld. Doch die Familie soll ja im Todesfall gut abgesichert sein: Zahlt die Versicherung die Summe auch dann aus, wenn ich schon kurz nach Vertragsabschluss sterbe? Kann man die Lebensversicherung auflösen und der Versicherungsschutz bleibt trotzdem bestehen? Wie hoch ist der Rückkaufswert meiner Versicherung – werde ich da über den Tisch gezogen? Was ist überhaupt ein Rückkaufswert? Ist das Policendarlehen hoch genug, um meine Verbindlichkeiten decken zu können? Fragen über Fragen, die in diesem Ratgeber zu Lebensversicherungen beantwortet werden sollen. Viele Menschen haben sich für eine Lebensversicherung entschieden, weil sie sich in einer ähnlichen Situation wie Markus M. befinden. Tatsächlich ist die kapitalgebundene Lebensversicherung, eine Kombination aus Hinterbliebenenabsicherung und Altersvorsorge, eine sichere Geldanlage.


Achtung: Lebensversicherungsverkauf oder -kündigung kann Nachteile bringen

Lebensversicherungen sind zwar eine noch recht sichere Anlage, dies gilt jedoch nur, wenn man den Vertrag bis zu seinem Ende bestehen lässt. Meist erstrecken sich die Laufzeiten einer Lebensversicherung über 30 bis 40 Jahre. Wegen unterschiedlichster Gründe erreichen jedoch nicht einmal 50 Prozent aller Lebensversicherungsverträge das Laufzeitende – Lebensversicherungen werden oft vorzeitig gekündigt oder verkauft.

Unser Tipp, bevor Sie eine Lebensversicherung verkaufen oder kündigen

Überlegen Sie sich genau, wie Ihre Lebensversicherung ausgestaltet sein soll. Auch bei bestehenden Verträgen sind Änderungen möglich. Besonders die Renditen entwickelten sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich rückläufig. Hier macht es eventuell Sinn das Geld anders anzulegen – also seine Lebensversicherung zu verkaufen, freizustellen oder zu kündigen.

Für die meisten Menschen stellen Versicherungen ein rotes Tuch dar. Man zahlt monatlich oder jährlich Beiträge in eine Versicherung ein, von denen man kurzfristig eigentlich nichts hat. Außerdem versteht man oft den gesamten Vorgang nicht genau, da es auch ein sehr kompliziertes Thema ist. Viele Menschen werden dadurch verunsichert und sparen ihr Geld lieber auf einem Girokonto oder ähnlichem.

Leider hat die Finanzkrise das Vertrauen in die Versicherungen und Banken nicht unbedingt gefördert. Trotzdem sollte sich der Versicherungsnehmer mit nützlichen Versicherungen auseinandersetzen. Die kapitalbildende Lebensversicherung ist eine Versicherung, die besonders nützlich ist. Auch wenn man eine Abneigung gegen Versicherungen hat, sollte man sich zumindest diese Art der Lebensversicherung genau ansehen. Denn die kapitalbildende Lebensversicherung kann im schlimmsten Fall der Fälle eine große Hilfe sein und dient zudem einer guten Altersvorsorge.

Die Gründe eine Lebensversicherung vor Ihrem Laufzeitende zu beenden, also zu verkaufen oder zu kündigen, sind vielfältig. Die Erfüllung eines individuellen Wunsches oder eine generelle Unzufriedenheit mit den Konditionen der Lebensversicherung können ein Grund dafür sein, den Verkauf oder die Kündigung seiner Lebensversicherung anzugehen.
So kann eine Erkrankung, Arbeitslosigkeit, eine Scheidung, die Erfüllung eines privaten Wunsches dazu führen, dass man die Police vorzeitig loswerden will, beispielsweise zu verkaufen. Fakt bleibt: um zügig an eine größere Geldsumme zu kommen, kann man seine Lebensversicherung verkaufen oder kündigen.

Zudem herrscht zurzeit eine Niedrigzins-Phase vor. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins immer weiter gesenkt. Seit Einführung des Euro ist das der bisher niedrigste Zinssatz. Und diese Phase wird wohl auch noch über einen längeren Zeitraum anhalten: Wenn die Zinsen bei nahe Null stagnieren, sollte man da an seinem Lebensversicherungsvertrag festhalten? Auch das ist zurzeit ein Grund, über die Ablösung einer Lebensversicherung nachzudenken.


Hintergrund: Kapitalbildende Lebensversicherung und Risikolebensversicherung – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Gemeinsamkeiten:

Bei beiden Lebensversicherungen werden die Hinterbliebenen finanziell abgesichert, beim Verkauf der Lebensversicherungen bleibt der Versicherungsschutz bestehen.

Sobald die Laufzeit der Police abgelaufen ist, besteht kein Versicherungsschutz mehr.

Unterschiede:

Die kapitalbildende Lebensversicherung kombiniert die Risikolebensversicherung mit einer Altersvorsorge.

Der Beitrag für eine kapitalbildende Lebensversicherung ist höher, weil gleichzeitig noch für die Altersvorsorge angespart wird.

Nach Ablauf der Risikolebensversicherungspolice wird keine Summe ausgezahlt. Bei der kapitalbildenden Lebensversicherung wird die Versicherungssumme bei Tod, aber auch bei Erleben des Vertragsablaufs fällig.


Achtung: Vorzeitiger Verkauf oder vorzeitige Kündigung der Lebensversicherung muss gut überlegt sein

Eine Lebensversicherung bietet zwar Sicherheit, auch in Krisenzeiten, allerdings kann man damit auch nur mäßige Renditen erwarten. In jedem Fall bedeutet der vorzeitige Verkauf oder eine vorzeitige Kündigung der Lebensversicherung einen finanziellen Verlust für den Versicherungsnehmer.

Achtung: Einzelne Konditionen der Lebensversicherung genau prüfen

Oft wird eine zu geringe Versicherungssumme vereinbart, damit die Prämienzahlung noch getätigt werden kann. 

Zudem werden Erträge aus kapitalbildenden Versicherungen mit 50 Prozent besteuert. Dies gilt für neuere Verträge, die ab 1.1.2005 abgeschlossen wurden. Allerdings muss die Police mindestens zwölf Jahre laufen und erst nach Vollendung des 60. oder bei Vertragsabschluss ab 2012 des 62. Lebensjahres ausgezahlt werden. Entfällt auch nur eine der Voraussetzungen, wird sogar die volle Abgeltungssteuer auf die Erträge fällig.

Unser Tipp: Mehrere Möglichkeiten, die Lebensversicherung zu beenden

Man sollte prüfen, welche Form der Vertragsauflösung die günstigste Variante ist. Falls man den Betrag nicht sofort benötigt, könnte man die Summe beispielsweise in Aktien, Sachwerte oder Gold investieren, bei denen die Rendite bessere Erträge bringen kann. Hier lohnt eine gute Finanzberatung.

Unser Tipp: Versicherte sollten auf transparente Verwaltungskosten bestehen

In neueren Verträgen, die nach dem 1. Juli 2008 abgeschlossen wurden, muss das Versicherungsunternehmen die Beträge für Vermittlung und Verwaltung ausweisen.

Auf keinen Fall sollte man die Überschussbeteiligung verplanen. Denn diese ist keinesfalls garantiert. Je nachdem, wie sich der Kapitalmarkt, sowie die Sterblichkeit entwickelt und das Versicherungsunternehmen wirtschaftet, kann niemand die Überschüsse in der Zukunft bestimmen (http://www.bundderversicherten.de).

Gehört man zu dem Kundenkreis der feststellt, dass die Lebensversicherungs-Police nicht mehr zur individuellen Lebenssituation passt, ineffizient oder zu teuer ist, beschäftigt man sich mit dem Gedanken, seine Lebensversicherung zu verkaufen, zu kündigen oder freizustellen. Alle drei Möglichkeiten haben ihre Vorteile und Nachteile, die man genauestens beleuchten sollte. Da jede Lebenssituation unterschiedlich ist, werden die einzelnen Möglichkeiten – Lebensversicherung verkaufen, freistellen oder kündigen – genauer beleuchtet.


Achtung: Lebensversicherung kündigen, beitragsfrei stellen oder verkaufen?

Als Versicherter sollte man sich darüber im Klaren sein, dass alle Wege aus der Lebensversicherung, sowohl die Kündigung, Freistellung und der Verkauf, einen Teilverlust der eingezahlten Beiträge bedeuten.

Unser Tipp: Regelmäßig den Versicherungsschutz überprüfen

Man sollte auf jeden Fall den eigenen bestehenden Lebensversicherungsschutz ab und zu überprüfen. Sicher ist jedoch: Je länger man an einer ineffizienten Police festhält, desto mehr Geld kann verloren gehen.

  • eine Kündigung der Police
  • der Beitrag wird freigestellt oder man verkürzt die Laufzeit
  • der Verkauf der Lebensversicherung

Kündigung der Lebensversicherung – die erste Möglichkeit

Obwohl Versicherte mit ihren Verträgen nicht mehr zufrieden sind, scheuen viele die vorzeitige Kündigung der Lebensversicherung. Denn die eingezahlten Prämien dienen ja der Altersvorsorge und da möchte man selbstverständlich kein Risiko eingehen. Oder man benötigt plötzlich eine größere Summe Bargeld. In diesen Situationen möchte man sich verständlicherweise von den noch langfristig bestehenden Verpflichtungen lösen. Damit ist die Kündigung eigentlich unumgänglich.


Achtung: Alternativen (Freistellung, Verkauf) zur Kündigung der Lebensversicherung prüfen

Die Kündigung sollte immer das letzte Mittel sein zu dem man greift. Die Nachteile sind gravierend; bei vorzeitiger Kündigung gehen eventuelle Schlussüberschüsse und Steuervorteile, aber auch die möglicherweise guten Verzinsungen der Vergangenheit teilweise verloren. Man erhält zudem oft einen zu geringen Rückkaufswert.

Unser Tipp: Finanzlücke durch Darlehen schließen - unter Umständen günstiger als der Rückkaufswert der Lebensversicherung

Man sollte prüfen, ob die gewünschte Geldsumme nicht günstiger über einen Kredit, einem Darlehen innerhalb der Familie oder über eine spezielle Beleihung der Versicherung aufgenommen werden kann. Man sollte die Kreditkosten dem Verlust aus der Kündigung der Lebensversicherung gegenüberstellen. Insbesondere ist hier der Rückkaufswert entscheidend. Dazu sollte man auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen, der dies ausrechnen kann.

Bei einer Beitragsfreistellung erreicht man einen Aufschub der Zahlungsverpflichtungen. Dies kann in Zeiten eines vorübergehenden Geldmangels Sinn machen.


Es bestehen bei einer Beitragsfreistellung verschiedene Möglichkeiten, die Police ruhen zu lassen:

  • Beitragsstundung: Es werden vorerst keine Versicherungsbeiträge gezahlt, diese müssen aber im Anschluss an die Stundung entrichtet werden. Das eingezahlte Geld verzinst sich weiter. Die Versicherungssumme wird nicht vermindert.
  • Beitragsfreistellung: Es werden keine Versicherungsbeiträge mehr gezahlt. Das eingezahlte Geld verzinst sich weiter. Der Auszahlungsbetrag ist bei Fälligkeit geringer als die ursprüngliche Versicherungssumme. Jeder Versicherte kann beantragen, die Beitragszahlungen für die Police für eine gewisse Zeit oder auf Dauer einzustellen.
  • Beitragszahlung aus Überschüssen: Nur wenn der Vertrag schon lange genug gelaufen ist, können vorübergehend Beiträge aus den Überschüssen gezahlt werden. Dies mindert jedoch insgesamt die Ablaufleistung.
  • Zahlung der Risikoprämie: Für eine befristete Zeit von maximal ein bis zwei Jahren werden nur Versicherungsbeiträge zur Absicherung des Todesfallrisikos gezahlt, keine Sparbeiträge. Der Versicherungsschutz bleibt erhalten, die Ablaufleistung verringert sich aber teilweise deutlich.
  • Verringerung der Versicherungssumme: Die Versicherungssumme wird verringert, die Laufzeit bleibt unverändert erhalten. Durch die Reduzierung der Versicherungssumme ergeben sich monatlich geringere Beiträge. Allerdings verringert sich dadurch auch der Hinterbliebenenschutz, häufig das ausschlaggebende Kriterium für den Abschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung. Eine mögliche Alternative hierzu ist die Verkürzung der Laufzeit.

Achtung: Kleingedrucktes beachten

Manchmal nimmt der Versicherungsmakler den Freistellungswunsch zum Anlass, die Police umzuschreiben. Oft gelten darin dann schlechtere Konditionen als im bestehenden Vertrag. Man sollte auf jeden Fall das Kleingedruckte beachten.

Unser Tipp: Hände weg von Zusatzleistungen

Gerade bei einer nur noch kurzen Restlaufzeit oder einem vorübergehenden Geldbedarf kann eine Beitragsfreistellung sehr viel günstiger als eine Kündigung sein. Dies sollte man sich vorrechnen lassen. Auf keinen Fall sollte man Änderungen der Police oder Zusatzleistungen zustimmen, denn danach könnten noch schlechtere Konditionen gelten.

Will man sich von seinem Vertrag trennen, kann man als dritte Möglichkeit seine Lebensversicherung verkaufen. Inzwischen haben sich einige Firmen etabliert, die sich auf das Thema „Lebensversicherung verkaufen“ spezialisiert haben.

Gerade die Möglichkeit des Verkaufs einer Lebensversicherung ist bei den meisten Versicherten noch relativ unbekannt. Sie bietet jedoch im Gegensatz zur Kündigung oder Beitragsfreistellung unter Umständen die meisten Vorteile. Immer mehr Versicherte entscheiden sich für den Verkauf der Lebensversicherung, weil sie einen ineffizienten Vertrag besitzen oder baldmöglichst Bargeld benötigen.

Will man seine Lebensversicherung verkaufen, sollte man sich zunächst genauestens informieren: Meist könnte der Verkauf der Lebensversicherung gegenüber einer Kündigung für einen Versicherten günstiger sein, da die Abwicklung in der Regel schneller ist. Dies ist natürlich von Vorteil, wenn man das Geld rasch benötigt.


Lebensversicherung verkaufen - welche Mindestvoraussetzungen bestehen?

Will man seine Lebensversicherung verkaufen, prüft der Policenhändler, ob bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllt sind.

  • Zunächst einmal müssen dem Ankäufer sämtliche Daten übermittelt werden, die für eine Angebotserstellung relevant sind. Diese werden auf die vom Ankäufer definierten Kaufkriterien überprüft. Oft muss man dem Ankäufer eine Vollmacht erteilen, damit dieser noch evtl. benötigte Daten beim Versicherungsunternehmen beschaffen kann.
  • Einige Firmen, die Versicherungsverträge aufkaufen, fordern eine Höchstrestlaufzeit oder einen Mindestrückkaufswert. Außerdem können Verträge, die bei einem Direktversicherer abgeschlossen wurden, für einen Ankäufer uninteressant sein.
  • Kommt ein Aufkauf der Police in Frage, erhält der Ankäufer den unterschriebenen Kaufvertrag, eventuell einen Treuhandvertrag, den Versicherungsschein (ähnlich wie der KFZ-Brief beim Autokauf) sowie eine Kopie des Personalausweises.

Der ehemalige Versicherungsnehmer erhält die Kaufsumme, sobald der Käufer alle Unterlagen vollständig erhalten und der Versicherer die Abtretung der Lebensversicherung bestätigt hat. Oft erhält der Verkäufer eine zweiwöchige Kündigungsfrist, falls er doch vom Verkauf Abstand nehmen will.


Achtung: Nur bei Nicht-Verpfändung kann man seine Lebensversicherung verkaufen

Grundsätzlich kann man die Lebensversicherung nicht verkaufen, wenn sie verpfändet wurde.
Eine Verpfändung findet statt, wenn ein Darlehen abgesichert werden muss. Da es sich bei der Lebensversicherung um eine Geldanlage handelt, fordern viele Banken und Versicherungen im Fall einer Kreditaufnahme die Verpfändung der Lebensversicherung. Erst nach Auflösung der Verpfändung kann die Lebensversicherung verkauft werden.

Unser Tipp: Mehrere Angebote einholen, vergleichen und dann die Lebensversicherung verkaufen

Bevor man die Lebensversicherung verkaufen will, sollte man die verschiedenen Händler und Gesellschaften sowie ihre Forderungen und Angebote genauestens vergleichen. So sollte beispielsweise der Ankäufer der Versicherung eine möglichst große Bandbreite von Versicherungsgesellschaften aufweisen, von welchen er überhaupt Verträge kauft. Möchte man seinen Vertrag an ein Unternehmen im Ausland verkaufen, sollte man darauf achten, ob es sich um einen Kaufvertrag nach deutschem oder ausländischem Recht handelt.

Will man seine Lebensversicherung verkaufen, übernimmt der Ankäufer der Lebensversicherungspolice die vertraglich vereinbarten Pflichten vom Verkäufer, der Vertrag bleibt unter Umständen gegenüber dem Versicherungsunternehmen weiter bestehen. In diesem Falle erhält das Versicherungsunternehmen weiterhin die Prämien, der Versicherte darf auch nach dem Verkauf der Lebensversicherung mit einem Todesfallschutz rechnen.

Er erhält oft auch einen höheren Rückkaufswert, als die Versicherung bei der Kündigung auszahlen würde. Selbstverständlich erhält der Versicherte beim Verkauf seiner Lebensversicherung jedoch nach Ablauf des Vertrages nicht mehr die vereinbarte Summe, diese erhält der Ankäufer.

Sollte der Verkäufer vor Ablauf des Vertrages sterben, erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Summe abzüglich des Kaufpreises, der bis dato vom Ankäufer geleisteten Prämien und einer festgeschriebenen Verzinsung.


Wenn man seine Lebensversicherung verkaufen will - wie findet man seriöse Käufer?

Ist man in eine missliche Lage geraten und möchte man seine Lebensversicherung verkaufen, so sollte man sich an den Qualitätsmerkmalen des BdV (www.bundderversicherten.de/Lebensversicherung/Verkauf-KLV) orientieren. Diese Qualitätsmerkmale sollten Ankäufer erfüllen, denen man seine Lebensversicherung verkaufen will. Damit man keine böse Überraschung beim Verkauf seiner Lebensversicherung erlebt, gilt:

  • Wichtig zu wissen ist, ob der Todesfallschutz bestehen bleibt.
  • Man sollte sich über die Erfahrungen des Ankäufers in diesem Markt erkundigen.
  • Die Police sollte komplett ausgezahlt werden, denn eine Teilauszahlung kann unabwägbare Risiken beinhalten.
  • Der Ankäufer sollte über ausreichend Eigenkapital verfügen, damit die Gesellschaft den versprochenen Kaufpreis auch sofort und komplett auszahlen kann.
  • Der Käufer sollte die Möglichkeit geben, den Verkauf auch über einen sog. Treuhandweg, also über eine Bank, abzuwickeln.

Achtung: Will man seine Lebensversicherung verkaufen, sollte man einige Mindestvoraussetzungen beachten

Oft ist der Verkauf eines Vertrages nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Hier ist beispielsweise der Rückkaufswert entscheidend: Liegt er unter 10.000 Euro, kann es schwierig werden, einen Aufkäufer zu finden.

Unser Tipp: Rückkaufswert bei Verkauf der Lebensversicherung an Policenhändler oft höher als beim eigenen Versicherer

Eine Anfrage bei einem Policenhändler sollte man auf jeden Fall tätigen, um zu erfahren, was der Vertrag auf dem Markt an Wert hat. Parallel sollte man diesen Wert bei der eigenen Versicherungsgesellschaft erfragen. Oft liegt der Rückkaufswert des Ankäufers höher.

Worauf muss man bei den Angeboten zum Ankauf einer Lebensversicherung achten?

Die kapitalbildende Lebensversicherung ist unbestritten eine gute Absicherung im Todesfall und mit der kombinierten Altersvorsorge ein gutes Rentenpolster.

Bevor man jedoch seine Lebensversicherung an einen Policenhändler verkauft, sollte man sich einige Gedanken machen. Das gilt besonders für den Vergleich der verschiedenen Angebote zum Ankauf einer Lebensversicherung. Den Vergleich selbst erhält man oft kostenlos von den Unternehmen. Parat haben sollte man seinen Vertrag, um die Daten entsprechend übermitteln zu können. Beispielsweise ist die Höhe der Versicherungssumme zu nennen.

Quelle: Wikipedia

Unter dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen versteht man einen Markt, in dem die Ansprüche aus bestehenden Lebensversicherungsverträgen während der Laufzeit an- und verkauft werden. Dies geschieht je nach Rechtslage durch Verträge, in dem die Ansprüche des Versicherungsnehmers an Policenhändler vertraglich abgetreten werden oder aber, bevorzugt, wo die Policenankäufer selbst die Ansprüche durch Eintritt in den Vertrag als Versicherungsnehmer übernehmen. Der Übergang des Rechts wird entgeltlich durch einen Vertrag geregelt. Umgangssprachlich wird auch vom Handel mit „Gebrauchtverträgen“ (Second Hand-Policen) gesprochen, zur Unterscheidung gegenüber dem Neuabschluss von Verträgen.

Grundlagen beim Handel mit einer Lebensversicherung

Will ein Versicherungsnehmer eine Lebensversicherung vor Ablauf der Vertragslaufzeit beenden, insbesondere weil er Bargeld benötigt, besteht in den meisten Fällen die vertragliche Möglichkeit der vorzeitigen Beendigung des Versicherungsverhältnisses. Die meisten Verträge sehen hierfür die Möglichkeit vor, dass der Versicherer die bestehenden, aber noch nicht fälligen Ansprüche des Versicherungsnehmers zurückkauft. Hierzu zahlt der Policenankäufer an den Versicherungsnehmer den vertraglich bestimmten Rückkaufswert. Nach § 169 Versicherungsvertragsgesetz hat in Deutschland der Versicherungsnehmer einen Rechtsanspruch hierauf und der Rückkaufswert muss einen bestimmten Mindestwert auf der Basis des Anspruches gegen den Versicherer entsprechen, soweit vertraglich nicht, wie in den meisten Fällen üblich, sogar ein höherer Rückkaufswert vereinbart ist.

Der Wert der noch nicht fälligen Ansprüche des Versicherungsnehmers kann bei über Jahrzehnte laufenden Lebensversicherungen nur geschätzt werden – diese Schätzung ist mit großen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere ist die Überschussbeteiligung, die einen wesentlichen Anteil an der Gesamtleistung des Versicherers ausmacht, nur sehr eingeschränkt vorhersagbar.

Investoren auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherungen sind meist deutlich risikobereiter als Verbraucher. Zudem haben sie die Möglichkeit, durch Mischung und Streuung ihrer Anlage auf verschiedene Verträge, insbesondere verschiedener Versicherer, das Risiko durch Diversifikation zu mindern, was der einzelne Verbraucher nicht kann.

Daher sind sie ggf. bereit für die Ansprüche des Versicherungsnehmers einen höheren Betrag als den Rückkaufswert, sogar wenn dieser höher als der allgemein geschätzte Wert ist, zu zahlen. Insbesondere wenn der Rückkaufswert – aus welchen Gründen auch immer – im Vergleich zu den bisher für den Vertrag gezahlten Beiträgen sehr niedrig ist, ist bei den Verbrauchern ein großes Interesse vorhanden, den von ihnen als enttäuschend empfundenen Rückkaufswert „aufzubessern“. Hierzu bietet der Zweitmarkt für Lebensversicherungen eine Möglichkeit.

Allerdings ist wie bei allen Märkten zu beachten, dass Anbieter und Nachfrager zusammengebracht werden müssen. Dies bewirkt Transaktionskosten, meist Vermittlerprovisionen, die den oft schon geringen Unterschied zwischen Rückkaufswert und dem Preis, den der Investor zu zahlen bereit ist, noch weiter mindern, so dass das Geschäft ggf. für beide Seiten nicht lukrativ ist.

In Deutschland sind erst seit 1998 einige Aufkäufer tätig und konnten einen Zweitmarkt für „gebrauchte“ Lebensversicherungen etablieren.

Eigenschaften für den Verkäufer

Hat ein Versicherungsnehmer mit erst in weiterer Zukunft fälligen Ansprüchen aus einer Lebensversicherung vorzeitig Geldbedarf, hat er bei der Veräußerung der Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt ggf. den Vorteil, dass ihm der Policenhändler ein bis drei Prozent mehr als den Rückkaufswert zahlt. Je nach Ausgestaltung des Übertragungsvertrages bleibt der Versicherungsschutz für den ursprünglichen Versicherungsnehmer teilweise erhalten. Im Todesfall wird die Differenz zwischen Versicherungssumme und dem mit etwa neun Prozent verzinsten Kaufpreis abgezogen.

Allerdings bekommt bei weitem nicht jeder Veräußerungswillige überhaupt ein Angebot. Und nur, wenn der Rückkauf steuerpflichtig wäre – etwa weil der Vertrag noch keine zwölf Jahre gelaufen ist – fällt wegen des Abzugs der Kapitalertragsteuer durch den Versicherer der Mehrerlös bei Veräußerung größer aus.

Eigenschaften für den Versicherer

Für den Versicherer stellt die Größe und Stabilität des Versicherungskollektivs einen sehr großen Wert dar. Ein wesentlicher Teil der Aktivität eines Versicherers besteht darin, das Kollektiv zu vergrößern, um es leistungsfähiger zu machen. Durch den Zweitmarkt für Lebensversicherungen werden vorzeitige Beendigungen von Versicherungsverträgen vermindert und damit die Kollektive ohne zusätzliche Kosten für die Versicherer stabilisiert. Minderungen der Stornoquote machen für Versicherer die Kapitalanlage und die Risikodeckung ertragreicher. Im Gegenzug entfallen für die Lebensversicherung die kalkulierten Aufwände für die hohen Schlussüberschussanteile. Diese Beträge erhöhen also den Ertrag der anderen Versicherungsnehmer (und der Versicherungsgesellschaft).

Andererseits sind die Investoren wegen des deutlich höheren Eintrittspreises wesentlich stärker von den niemals ausschließbaren Schwankungen von Versicherungsleistungen, insbesondere aus der Überschussbeteiligung, betroffen. Dazu kommt, dass die Investitionen in eine Lebensversicherung zu erheblichen Teilen mit Krediten finanziert werden, so dass steigende Zinsen ein weiteres Risiko darstellen. Tatsächlich beinhaltet die Anlage in Gebrauchtpolicen deshalb ein hohes Risiko.

In Großbritannien haben möglicherweise nicht ausreichend über die Risiken informierte Investoren, die Verluste zu erleiden hatten, dann die Schuld bei den Versicherern gesucht. Diese mögliche Schwierigkeit macht Versicherer zögerlich, solche durchaus spekulativen Vorgehensweisen im Zweitmarkt für Versicherungen zu unterstützen. Zudem ist nicht klar, wie hoch die Leistungsfähigkeit des Zweitmarktes für Versicherungen ist. Wegen des doch recht hohen Risikos ist Kapital für diesen Markt nicht unbeschränkt verfügbar, berücksichtigt man das Volumen der betreffenden Rückkäufe. Vergleiche mit der Vergangenheit in Großbritannien sind nicht übertragbar, da dort die Investoren sich nicht immer ausreichend das übernommene Risiko im Klaren waren.

Der Markt in Deutschland

Nach Aussagen des Bundesverbandes für Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) lag das Ankaufsvolumen 2006 bei 1,1 Mrd. Euro. Infolge der Finanzkrise sanken die Umsätze zunächst deutlich auf bis zu 100 Mio. Euro im Jahr 2009 ab. Seit 2009 konnte sich der Markt langsam erholen. 2013 lag das Ankaufsvolumen wieder bei 200 Millionen Euro, Tendenz steigend.

Es gibt zahlreiche Vermittler. Neben speziellen Zweitmarktvermittlern sind auch Banken, Finanzberater, Insolvenzverwalter und Steuerberater am Zweitmarkt beteiligt.

Auf dem Markt gibt es aber auch viele unseriöse Angebote. So wurde die Geschäftsführerin der Firma Dr. Mayer & Cie. GmbH im Herbst 2011 verhaftet. Diese Firma hatte ihren Kunden nur einen Teil des Kaufpreises ausgezahlt. Der andere Teil sollte verzinst und in jährlichen Raten gezahlt werden. Doch schon nach kurzer Zeit zahlte die Firma die Raten nicht mehr. Die Geschäftsführerin hatte die Policen bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft gekündigt, den Rückkaufswert kassiert und war mit dem Geld untergetaucht.

Weiterhin gibt es Firmen, die den Kaufpreis nicht in einer Summe auszahlen, sondern in Raten. Vor solchen Firmen warnt die Stiftung Warentest.

Zurzeit herrscht eine Niedrigzinsphase vor. Der Grund hierfür besteht darin, dass die Banken mit dem Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 beinahe damit aufhörten, einander Geld zu leihen, was zu einem Kollaps der Weltwirtschaft führte. Die Regierungen und Zentralbanken beschlossen daher, den Banken Geld so günstig zur Verfügung zu stellen, dass diese ihrer eigentlichen Aufgabe wieder nachkommen konnten, was um den Preis einer hohen Verschuldung der Staaten bislang auch gelungen ist. 


Welche Folgen hat diese Tatsache für die Lebensversicherungsbranche?

Die extrem niedrige Verzinsung führt allerdings auch dazu, dass Staatsanleihen kaum Zins abwerfen. Lebensversicherungen sind jedoch dazu gezwungen, das Geld ihrer Versicherten überwiegend in solchen Papieren anzulegen, so dass neu abgeschlossene Verträge fast keine Zinsen mehr bringen und auch bei älteren bestehenden Verträgen die Überschussbeteiligungen weit geringer ausfallen als dies von den Versicherten kalkuliert war. Wenn der Ertrag einer Lebensversicherung indes nicht einmal die Inflationsrate abdeckt, wird der Versicherte bis zum Ende der vereinbarten Laufzeit der Versicherung letzten Endes Geld verloren haben, was dazu führt, dass man überlegen sollte, die Versicherung vorzeitig zu verkaufen. Da zudem von vielen Seiten ein stärkerer Anstieg der Inflationsrate speziell im Euroraum als Resultat immer neuer Rettungsschirme prognostiziert wird, könnte eine Abkehr vom reinen Geldanlegen ohnehin sinnvoll sein. 

Hinweis

Der Verkauf einer Lebensversicherung ist zunächst generell mit einem Verlust verbunden. Allerdings kann dieser unter Umständen wettgemacht werden, indem man das nun frei gewordene Geld sowie die ebenfalls zur Verfügung stehenden monatlichen Beiträge in gewinnträchtigere Anlagen investiert. Dem Goldpreis etwa trauen Experten immer neue Höhen zu und auch die Preise für Immobilien scheinen nur den Weg nach oben zu kennen. Entsprechend hoch könnten die Gewinne ausfallen, welche über einen längeren Zeitraum hinweg lukrativer sein dürften als bei einer Lebensversicherung.

Direktversicherer = Versicherungsunternehmen, das Versicherungsprodukte oft ausschließlich online anbietet

Laufzeit = Gültigkeitsdauer des Vertrages

Police = Versicherungsschein, Vertrag bei einer Lebensversicherung

Policenhandel = An- und Verkauf von Lebensversicherungen

Policenhändler = Unternehmen, das Versicherungsverträge ankauft

Prämie = Versicherungsbeitrag, der mit Beginn des Vertrages regelmäßig fällig wird

Rückkaufswert = Summe, die der Versicherungsnehmer erhält, wenn der Vertrag vom Versicherungsunternehmen zurückgekauft wird. Der Rückkaufswert zeigt somit den Wert der Versicherung bei Rückkauf des Versicherungsunternehmens an.

Versicherungsnehmer = derjenige, der die Versicherung abgeschlossen hat

Quellen

Bund der Versicherten (BdV), Stiftung Warentest, Wikipedia, Wirtschaftswoche