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BGH stoppt Rentenkürzungen! Was Sie jetzt wissen müssen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat ein klares Signal gesetzt: Versicherer dürfen Ihre Rente nicht einseitig kürzen. Viele Menschen mit privaten Renten- oder Lebensversicherungen sind von solchen Kürzungen betroffen – häufig ohne genau zu wissen, ob das überhaupt rechtmäßig ist. In diesem Beitrag erfahren Sie, was entschieden wurde, wie sich das auf Ihre Verträge auswirkt und was Sie jetzt konkret tun können.

Lesezeit: 6 Minuten
Einfach erklärt
Von Felix Früchtl - 10.02.2026
Felix Früchtl

1. Worum geht es im BGH-Urteil?

Im entschiedenen Fall hatte ein Versicherer den sogenannten Rentenfaktor nachträglich geändert und damit die ursprünglich in Aussicht gestellte Rente deutlich reduziert. Für die Betroffenen bedeutete das: Monatlich zum Teil mehrere hundert Euro weniger Rente als geplant. Der BGH hat nun festgestellt, dass eine Klausel, die solche einseitigen Kürzungen zulässt, unwirksam ist, wenn sie Versicherte unangemessen benachteiligt – insbesondere dann, wenn es keine Pflicht zur späteren Erhöhung gibt, falls sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder verbessern.

2. Was ist ein Rentenfaktor – einfach erklärt?

Der Rentenfaktor legt fest, wie viel monatliche Rente Sie später für eine bestimmte Summe Ihres angesparten Kapitals bekommen. Ein Beispiel:
Haben Sie einen Rentenfaktor von 30, dann erhalten Sie 30 Euro Monatsrente je 10.000 Euro Vertragsguthaben. Liegt Ihr Kapital bei 100.000 Euro, ergibt das eine monatliche Rente von 300 Euro – lebenslang, ab dem vereinbarten Rentenbeginn.

Wird der Rentenfaktor dagegen zum Beispiel von 30 auf 25 oder 20 gesenkt, sinkt Ihre Rente spürbar. Aus 300 Euro pro Monat werden dann 250 oder sogar nur 200 Euro. Auf Jahrzehnte hochgerechnet können dadurch zehntausende Euro an Rentenzahlungen verloren gehen – ausgerechnet in einer Lebensphase, in der Sie das Geld dringend benötigen.

3. Warum haben Versicherer die Rentenfaktoren gesenkt?

Viele Versicherungsgesellschaften begründen Kürzungen mit schlechteren Kapitalmarkterträgen, veränderten Zinsen oder einer angespannten Finanzlage. Versicherungsmathematiker (Aktuare) errechnen dann, dass die ursprünglichen Annahmen angeblich nicht mehr haltbar seien und der Rentenfaktor deshalb angepasst werden müsse.

Der entscheidende Punkt dabei: Wirtschaftliche Risiken und Fehleinschätzungen gehören zum Verantwortungsbereich der Versicherung – nicht zu Ihrem. Der BGH stellt klar, dass es nicht zulässig ist, solche Risiken einseitig auf die Versicherten abzuwälzen, ohne ihnen gleichzeitig eine faire Chance auf Wiederanhebung der Rente zu geben, wenn sich die Lage wieder verbessert.

4. Was bedeutet das konkret für Ihre Verträge?

Wenn Ihr Rentenfaktor im Laufe der Zeit gesenkt wurde, könnten Sie Ansprüche auf Korrektur oder Nachzahlung haben. Das Urteil stärkt Ihre Position als Versicherungsnehmer deutlich, insbesondere bei fondsgebundenen Riester-Renten und ähnlichen Produkten, bei denen solche Klauseln verwendet wurden.

Ob Versicherungen von sich aus aktiv werden oder ob Sie Ihre Rechte selbst einfordern müssen, ist derzeit noch offen. Einige Fachleute erwarten, dass Gesellschaften freiwillig nachbessern, andere rechnen damit, dass es Hürden geben wird und Versicherte selbst tätig werden müssen. In jedem Fall lohnt sich ein genauer Blick in Ihre Unterlagen.

5. Was Sie jetzt tun sollten – Ihre persönliche Checkliste

Prüfen Sie Ihre aktuelle jährliche Standmitteilung: Welcher Rentenfaktor ist dort heute genannt?

Vergleichen Sie diesen Wert mit dem Rentenfaktor in Ihrer ursprünglichen Police zum Zeitpunkt des Abschlusses.

Wenn der Rentenfaktor gesunken ist: Nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Versicherung auf, verweisen Sie auf das aktuelle BGH-Urteil und fragen Sie nach einer Begründung sowie möglichen Korrekturen.

Holen Sie sich bei Unklarheiten Unterstützung von Profis wie zum Beispiel durch die ProLife GmbH, die sich auf den Ankauf von Lebens- und Rentenversicherungen spezialisiert hat.

So stellen Sie sicher, dass Sie die Rente erhalten, die Ihnen ursprünglich in Aussicht gestellt wurde – und nicht weniger.

Fazit: Behalten Sie Ihre Altersvorsorge in der eigenen Hand

Das Urteil zeigt sehr deutlich, wie wichtig es ist, die eigene Altersvorsorge aktiv zu begleiten. Wenn Sie Ihre Verträge unbesehen laufen lassen, riskieren Sie, dass Kürzungen lange unbemerkt bleiben. Je weniger „Zwischenstationen“ und Intransparenz zwischen Ihnen und Ihrem Geld stehen, desto besser ist es für Ihre finanzielle Freiheit im Alter. Prüfen Sie Ihre Unterlagen, stellen Sie Fragen und holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung – denn es geht um Ihre Rente und Ihre Lebensqualität im Ruhestand.

Ketrina Morina

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