Jetzt im Aktionszeitraum vom 14.05 - 11.06 Versicherung verkaufen und einen von 15 WM-Bällen gewinnen!

Riester-Rente vor dem Aus? Was das neue Altersvorsorgedepot für Sparer bedeutet

Die Riester-Rente steht vor ihrem größten Umbruch seit ihrer Einführung. Mit dem geplanten Altersvorsorgedepot sollen ETFs, Aktien und deutlich geringere Kosten die staatlich geförderte Altersvorsorge attraktiver machen. Doch was bedeutet die Reform für bestehende Riester-Verträge? Wir zeigen die wichtigsten Änderungen, Chancen und Risiken im Überblick.

Lesezeit: 5 Minuten
Mein Geld
Von Felix Früchtl - 11.06.2026
Felix Früchtl

So funktioniert die Förderung beim neuen Altersvorsorgedepot

Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die neue staatliche Förderung. Ziel des Altersvorsorgedepots ist es, mehr Menschen zum langfristigen Vermögensaufbau zu motivieren und gleichzeitig die private Altersvorsorge attraktiver zu machen. Das neue Modell ersetzt für Neuabschlüsse ab 2027 die klassische Riester-Rente und setzt dabei auf höhere Zuschüsse, mehr Flexibilität und bessere Renditechancen.

Die Förderung wird künftig direkt an die eigenen Einzahlungen gekoppelt. Für die ersten 360 Euro, die jährlich in das Altersvorsorgedepot eingezahlt werden, erhalten Sparer einen staatlichen Zuschuss von 50 Cent je eingezahltem Euro. Für weitere Einzahlungen zwischen 361 Euro und 1.800 Euro beträgt die Förderung 25 Cent pro Euro. Wer den maximal förderfähigen Beitrag von 1.800 Euro pro Jahr einzahlt, erhält dadurch eine staatliche Grundzulage von bis zu 540 Euro jährlich.

Besonders attraktiv wird das Modell für Familien. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es zusätzlich eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Jahr. Die volle Kinderzulage wird bereits bei einem Eigenbeitrag von 300 Euro jährlich beziehungsweise 25 Euro monatlich erreicht. Familien können dadurch ihre staatliche Förderung deutlich erhöhen und schneller Vermögen für das Alter aufbauen.

Auch junge Menschen sollen stärker zum langfristigen Sparen motiviert werden. Wer sein Altersvorsorgedepot vor dem 25. Geburtstag eröffnet, erhält zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro.

Neben den Zulagen bleiben auch steuerliche Vorteile erhalten. Beiträge können weiterhin als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Das Finanzamt prüft dabei automatisch im Rahmen der sogenannten Günstigerprüfung, ob die staatlichen Zulagen oder die steuerliche Entlastung für den jeweiligen Sparer vorteilhafter sind. Ist der Steuervorteil höher als die erhaltenen Zulagen, wird die Differenz über die Steuererstattung ausgeglichen.

Ein Beispiel verdeutlicht die Förderhöhe: Wer jährlich 1.800 Euro in sein Altersvorsorgedepot einzahlt, erhält die maximale Grundzulage von 540 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern kann dadurch auf eine jährliche Gesamtförderung von bis zu 1.140 Euro kommen. Wird das Depot zusätzlich vor dem 25. Lebensjahr eröffnet, erhöht sich die Förderung im ersten Jahr sogar auf bis zu 1.340 Euro.

Damit gehört das Altersvorsorgedepot künftig zu den am stärksten geförderten Formen der privaten Altersvorsorge in Deutschland. Besonders Familien und junge Sparer können von den staatlichen Zuschüssen profitieren und so ihren langfristigen Vermögensaufbau deutlich beschleunigen.

1. Die Riester-Rente wird ersetzt – die Förderung bleibt

Mit dem geplanten Altersvorsorgedepot soll die staatlich geförderte Altersvorsorge grundlegend modernisiert werden. Während die Riester-Rente stark auf klassische Versicherungsprodukte und Garantien setzte, bleibt das Grundprinzip der Förderung weiterhin erhalten.

Auch künftig sollen staatliche Zuschüsse und steuerliche Vorteile ein wichtiger Bestandteil der privaten Altersvorsorge sein. Ziel der Reform ist es, Sparern mehr Freiheit bei der Auswahl ihrer Anlageform zu ermöglichen, ohne auf Förderungen verzichten zu müssen.

Das Wichtigste:

  • Staatliche Förderung bleibt bestehen
  • Steuerliche Vorteile sollen erhalten bleiben
  • Mehr Flexibilität bei der Geldanlage geplant

2. ETFs und Aktien statt teurer Versicherungsmäntel

Eine der größten Veränderungen betrifft die Anlagemöglichkeiten. Künftig sollen Anleger nicht mehr zwingend über Versicherungsverträge investieren müssen. Stattdessen sollen auch ETF-Sparpläne, Fonds und andere Kapitalmarktanlagen innerhalb des geförderten Altersvorsorgedepots möglich sein.

Dadurch könnten Sparer langfristig von höheren Renditechancen profitieren. Gleichzeitig entfällt die bisherige Garantiepflicht, wodurch mehr Kapital tatsächlich für den Vermögensaufbau arbeiten kann.

Vorteile:

  • Direkte Kapitalmarktinvestments möglich
  • Höhere Renditechancen
  • Wegfall der starren Garantieanforderungen
  • Mehr Auswahl für Anleger




3. Neue Zielgruppen profitieren von der Reform

Während die klassische Riester-Rente hauptsächlich für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer konzipiert war, soll das neue Modell deutlich breiter aufgestellt werden.

Auch Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende sollen künftig Zugang zur staatlichen Förderung erhalten. Darüber hinaus sind höhere Zulagen vorgesehen, um den Vermögensaufbau attraktiver zu machen.

Zusätzlich bleiben Kinderzulagen bestehen und junge Sparer sollen durch einen Startbonus unterstützt werden.

Das bedeutet:

  • Förderung für mehr Menschen
  • Höhere staatliche Zuschüsse
  • Zusätzliche Vorteile für Familien
  • Bonus für junge Sparer

4. Kostenbremse von 1 % könnte die größte Verbesserung sein

Der wohl wichtigste Punkt der gesamten Reform betrifft die Kosten.

Einer der größten Kritikpunkte an vielen Riester-Verträgen waren hohe Abschluss-, Verwaltungs- und Vertriebskosten. In zahlreichen Fällen fraßen die Gebühren einen erheblichen Teil der staatlichen Förderung wieder auf. Genau hier setzt die Reform an: Die jährlichen Effektivkosten sollen auf maximal 1 % begrenzt werden.

Für Anleger könnte das langfristig einen enormen Unterschied machen. Bereits wenige Prozentpunkte weniger Kosten können über Jahrzehnte hinweg mehrere Tausend Euro mehr Vermögen bedeuten.

Warum das so wichtig ist:

  • Mehr vom eingezahlten Geld bleibt investiert
  • Höherer Vermögensaufbau durch geringere Gebühren
  • Transparenteres Produkt für Verbraucher
  • Weniger Renditeverlust durch Kosten

Gerade dieser Punkt könnte dafür sorgen, dass staatlich geförderte Altersvorsorge erstmals wieder für viele Menschen interessant wird.

5. Was sollten bestehende Riester-Sparer jetzt tun?

Wer bereits einen Riester-Vertrag besitzt, sollte nicht vorschnell kündigen.

Nach aktuellem Stand wird diskutiert, bestehende Riester-Guthaben künftig in das neue Altersvorsorgedepot übertragen zu können, ohne bereits erhaltene Zulagen oder steuerliche Vorteile zurückzahlen zu müssen. Eine endgültige Ausgestaltung bleibt jedoch abzuwarten.

Für viele Sparer könnte es daher sinnvoll sein, zunächst die endgültigen gesetzlichen Regelungen abzuwarten und anschließend die Möglichkeiten einer Übertragung oder Umstellung zu prüfen.

Empfehlung:

  • Nicht übereilt kündigen
  • Entwicklung der Reform beobachten
  • Bestehende Verträge überprüfen lassen
  • Übertragungsmöglichkeiten abwarten
Ketrina Morina

Ketrina Morina

Ich freue mich auf Ihre Nachricht und stehe Ihnen als Ihr persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung.
Rufen Sie auch gern an unter +49 8456 80639 - 13. Ein unverbindliches Angebot erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden.

E-Mail
info@prolife-gmbh.de
Diesen Beitrag teilen über

Was wissen Sie schon von Finanzen?

Mit unserem ProLife Magazin haben wir unsere jahrelange Erfahrung, die harte Arbeit und unsere Recherchearbeit kompakt für diejenigen zusammengefasst, die mehr als nur Durchschnitt sein möchten.
Wenn Sie wissen wollen, wie Geld funktioniert und wieso man mit gängigen Bank- und Versicherungsprodukten immer als Verlierer vom Platz geht, dann sollten Sie sich dieses Stück Finanzwissen in Reinform sichern!