Was ist eine fondsgebundene Versicherung?
Die fondsgebundene Lebensversicherung versucht, mit den Ertragsmöglichkeiten des Kapitalmarktes zu punkten: Die Beiträge des Versicherungsnehmers werden nicht klassisch verzinst, sondern in Investmentfonds angelegt – mit entsprechend höheren Renditechancen, aber auch höheren Risiken.
Wie funktioniert eine fondsgebundene Lebensversicherung?🔗
Wie bei anderen Lebensversicherungen erfolgt auch bei der fondsgebundenen Variante eine Auszahlung sowohl im Erlebens- als auch im Todesfall. Der Unterschied liegt in der Art der Kapitalanlage: Der Sparanteil der Beiträge wird in einen oder mehrere Fonds investiert – je nach Versicherer stehen etwa Aktien-, Immobilien- oder Rentenfonds zur Auswahl. Eine Anlage in ETFs bieten bislang nur wenige Versicherer an.
Dabei ist zu beachten, dass die Fondsauswahl bei vielen Anbietern eingeschränkt ist: Manche Versicherer investieren nur in hauseigene Fonds, und bei einem Fondswechsel können zusätzliche Gebühren anfallen. Auch die Höhe der Abschlussprovision sowie eine sogenannte Handlingfee können die tatsächliche Rendite spürbar schmälern – ein genauer Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich daher.
Pro und Contra einer fondsgebundenen Lebensversicherung🔗
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Höhere Rendite als bei einer klassischen Lebensversicherung möglich | Erhebliches Verlustrisiko durch Kursschwankungen |
| Auswahl der Investmentfonds häufig möglich | Höhere Verwaltungskosten durch das Fondsmanagement |
| Steuervorteile gegenüber einer Direktanlage in dieselben Fonds möglich | Fondswechsel in einigen Fällen nur gegen Gebühr möglich |
Die höheren Verwaltungskosten und das Verlustrisiko sind für viele Versicherte der Hauptgrund, über eine Beendigung ihrer Lebensversicherung nachzudenken – wobei eine Kündigung dabei nicht immer die wirtschaftlich sinnvollste Option ist (mehr dazu weiter unten).
Steuerliche Behandlung🔗
Ob Beiträge zu einer fondsgebundenen Lebensversicherung steuerlich absetzbar sind, hängt vom Abschlussdatum des Vertrags ab:
Vertragsabschluss vor dem 1. Januar 2005: Die Beiträge können als Vorsorgeaufwendungen in der Einkommensteuererklärung angegeben werden – ob sich das steuerlich auswirkt, hängt vom individuellen Einzelfall ab. Bei diesen Altverträgen gelten die Beiträge als Sonderausgaben, die bis zu einem jährlichen Höchstbetrag absetzbar sind.
Vertragsabschluss nach dem 1. Januar 2005: Die Beiträge können steuerlich nicht abgesetzt werden.
Bei vor 2005 abgeschlossenen Verträgen kann die Auszahlung bei Ablauf oder Kündigung als Einmalzahlung steuerfrei erfolgen – vorausgesetzt, die Versicherung bestand mindestens zwölf Jahre und es wurden mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt.
Für eine verbindliche Einschätzung Ihrer individuellen steuerlichen Situation empfehlen wir die Rücksprache mit einem Steuerberater.
Verkaufen statt kündigen: Was bei fondsgebundenen Verträgen gilt🔗
Wer eine fondsgebundene Lebensversicherung vorzeitig beenden möchte, entscheidet sich meist automatisch für die Kündigung beim eigenen Versicherer. Dabei wird in der Regel nur der aktuelle Rückkaufswert ausgezahlt – bei fondsgebundenen Verträgen zusätzlich abhängig vom Kurswert der Fondsanteile zum Kündigungszeitpunkt, oft gemindert durch Abschläge oder Stornokosten.
Eine Alternative ist der Verkauf der Police an einen spezialisierten Ankäufer wie die ProLife GmbH. Anders als viele andere Ankäufer übernimmt ProLife ausdrücklich auch fondsgebundene und ältere Verträge – Vertragsarten, bei denen ein Verkauf andernorts oft von vornherein ausgeschlossen wird.
Vorteile eines Verkaufs gegenüber der Kündigung
- Auszahlung in der Regel innerhalb von 18 Tagen nach vollständigem Eingang der Unterlagen
- Potenziell höherer Auszahlungsbetrag als bei einer eigenmächtigen Kündigung
- Auch fondsgebundene Verträge werden angekauft, selbst wenn andere Anbieter ablehnen
- ProLife übernimmt die komplette Korrespondenz mit dem Versicherer
Zu beachten: Der Wert einer fondsgebundenen Police schwankt mit dem Kurswert der zugrunde liegenden Fonds. Ein unverbindliches Angebot zeigt Ihnen den aktuellen Wert Ihres konkreten Vertrags.
Häufige Fragen zur fondsgebundenen Lebensversicherung🔗
Kann ich meine Fondsauswahl nachträglich ändern? Bei den meisten Anbietern ja, allerdings können dafür Gebühren anfallen. Die genauen Konditionen sind vertragsabhängig.
Was passiert, wenn die Fonds an Wert verlieren? Das Verlustrisiko trägt bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung der Versicherungsnehmer – anders als bei klassischen Verträgen gibt es meist keine Mindestverzinsung auf den Fondsanteil.
Kann ich eine fondsgebundene Lebensversicherung verkaufen? Ja. ProLife kauft ausdrücklich auch fondsgebundene Verträge an – eine übliche Voraussetzung ist ein Rückkaufswert von etwa 1.000 € oder mehr.
Ist eine fondsgebundene Lebensversicherung besser als eine klassische Kapitallebensversicherung? Das hängt von der persönlichen Risikobereitschaft ab. Fondsgebundene Verträge bieten höhere Renditechancen bei höherem Risiko, klassische Verträge meist eine geringere, aber garantierte Verzinsung.