ProLife im Erfahrungsbericht von depotstudent
Der Finanzblog depotstudent hat uns und unsere Dienstleistung unter die Lupe genommen: Wie läuft der Verkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung über ProLife ab? Welche Kosten entstehen und worauf sollten Versicherungsnehmer achten?
Wir freuen uns über die ausführliche Bewertung. Nachfolgend findest du den Artikel von Depotstudent Dominik. Die Einschätzungen und die Ich-Perspektive im Artikel stammen vom Autor.
Originalartikel: „ProLife GmbH Erfahrungen: Seriös? Lohnt sich der Verkauf von Policen?“ · Depotstudent Dominik · 3. September 2026
ProLife GmbH Erfahrungen: Seriös? Lohnt sich der Verkauf von Policen?
Lebens- und Rentenversicherungen werden meist mit dem Ziel abgeschlossen, langfristig Vermögen aufzubauen und für das Alter vorzusorgen. Ob sich ein Vertrag tatsächlich wie erwartet entwickelt, zeigt sich jedoch erst nach mehreren Jahren.
In vielen Fällen sind die Ergebnisse solcher Versicherungspolicen ernüchternd und die tatsächlich erzielte Rendite liegt weit unter den ursprünglichen Vorstellungen.
Kein Wunder also, dass regelmäßig folgende Fragen im Raum stehen: Wie geht man mit schlechtlaufenden Verträgen um? Einfach weiter besparen und das Beste hoffen? Beitragsfrei stellen? Oder lieber kündigen?
Die Problematik dabei ist recht einfach erklärt:
- Wer solche Verträge weiter bespart, muss weiterhin mit schlechten Renditen und laufenden Kosten rechnen.
- Auch bei der Beitragsfreistellung laufen die Kosten weiter. Es erfolgen lediglich keine neuen Einzahlungen.
- Wer Policen selbst kündigt, hat einen nicht unerheblichen Aufwand sowie die Ungewissheit, ob sämtliche Ansprüche geltend gemacht wurden und man das Maximum aus der Kündigung herausgeholt hat. Außerdem dauert es längere Zeit, bis man das Geld von der Versicherung auf dem Konto hat.
Es gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit: Den Verkauf der bestehenden Versicherung an einen Ankäufer, welcher auf die Abwicklung solcher Verträge spezialisiert ist und das Maximum bei der Kündigung herausholt.
Die ProLife GmbH ist Marktführer in genau diesem Segment – das Unternehmen hat sich auf den Ankauf und die Abwicklung bestehender Policen spezialisiert:
- Lebensversicherungen
- Rentenversicherungen
- Unfallversicherungen
- Bausparverträge
ProLife übernimmt dabei den gesamten Prozess von der Bewertung einer Police über die Kündigung bis hin zur Geltendmachung sämtlicher Ansprüche gegenüber den Versicherern: Und das in Zusammenarbeit mit Anwälten und Versicherungsmathematikern (Aktuaren).
Besonders spannend: Innerhalb von nur 18 Tagen soll man das Geld auf seinem Konto haben, nachdem man die Abwicklung einer Police bei der ProLife GmbH beauftragt hat.
In diesem Erfahrungsbericht zeige ich Dir, wie der Verkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung über die ProLife GmbH abläuft, worauf man achten sollte und für wen sich dieser Service besonders lohnen kann.
Viel Spaß mit meinem Bericht!
Auf dieser Seite von ProLife kannst Du eine kostenlose Anfrage stellen.
- Darüber erhältst Du ein Angebot zum Ankauf.
- So kannst Du schnell abschätzen, ob sich ein Verkauf lohnen würde.
- Ob Du die Police am Ende tatsächlich verkaufst, kannst Du nach Prüfung des Angebots entscheiden.
Die ProLife GmbH: Das Unternehmen hinter dem Angebot
Die ProLife GmbH ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Kösching bei Ingolstadt, das sich auf den Ankauf und die Abwicklung von Lebens- und Rentenversicherungen sowie weiterer Vorsorgeverträge spezialisiert hat. ProLife ist seit 2007 am europäischen Markt aktiv und wurde vom Unternehmer Michael E. Früchtl gegründet. Heute wird es gemeinsam mit seinem Sohn Felix M. Früchtl geführt.
ProLife bezeichnet seinen Tätigkeitsbereich als Vermögensfactoring. Vereinfacht bedeutet das: Kunden, die sich von einem bestehenden Versicherungsvertrag trennen möchten, verkaufen diesen und die damit verbundenen Ansprüche an ProLife. Das Unternehmen stellt kurzfristig Liquidität bereit und übernimmt anschließend die weitere Abwicklung mit dem Versicherer.
Ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells ist die Vorfinanzierung. Während die Auszahlung bei einer eigenen Kündigung von den Bearbeitungs- und Kündigungsfristen des Versicherers abhängt, erfolgt die Auszahlung bei ProLife innerhalb von 18 Tagen.
Innerhalb der 18 Tage erhalten Kunden die folgenden Beträge ausgezahlt:
- 80 % des aktuellen Rückkaufswertes bei Fondspolicen
- 90 % des aktuellen Rückkaufswertes bei klassischen Policen
Diese Auszahlung wird über die eigenen Mitteln der ProLife GmbH vorfinanziert und sorgt dafür, dass Kunden einen großen Teil des Geldes direkt zur Verfügung gestellt bekommen. Dadurch muss man als Versicherungsnehmer nicht auf die Auszahlung der Versicherung warten und erhält das Geld bereits vorab von der ProLife GmbH.
Die endgültige Abrechnung erfolgt, nachdem der Versicherer den Vertrag abgewickelt und an ProLife ausgezahlt hat. Für die Dienstleistung berechnet ProLife eine Servicegebühr von 7,5 %, die bei der Schlussabrechnung berücksichtigt wird.
Was im Vergleich zur selbständigen Kündigung zusätzlich vorteilhaft ist, wenn man den Service von ProLife in Anspruch nimmt:
Über die reine Abwicklung hinaus bietet ProLife eine anschließende rechtliche und aktuarielle Nachprüfung an. Externe Experten untersuchen den Vertrag auf mögliche zusätzliche Ansprüche gegenüber dem Versicherer. Der Kunde trägt dabei kein Gerichts- oder Prozesskostenrisiko. Wer selbst einen Versicherungsvertrag kündigt und anschließend weitere Ansprüche geltend machen möchte, hätte in diesem Fall das volle Kostenrisiko.
Wenn ProLife im Rahmen dieser Nachprüfung einen Mehrerlös erzielen kann, wird dieser zu 50 % zwischen Kunde und ProLife aufgeteilt. Ein solcher Mehrerlös ist nicht garantiert, kann für Kunden jedoch eine beachtliche Zusatzeinnahme darstellen.
ProLife hat mittlerweile mehr als 75.000 Kunden betreut und Versicherungsverträge mit einer Versicherungssumme von insgesamt über 1,6 Milliarden Euro angekauft.
Zulassung und Regulierung der ProLife GmbH:
- Das Unternehmen verfügt über eine RDG–Zulassung (nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz). Diese ist notwendig, um die mit dem Ankauf und Verkauf von Versicherungspolicen verbundenen Geschäfte durchführen zu dürfen.
- Außerdem hat die ProLife GmbH eine Inkassozulassung, damit die Auszahlungen an Kunden auf verschiedene Konten überwiesen werden können. Beispiel: Jemand hat 20.000 € aus dem Versicherungsverkauf und möchte 10.000 € auf sein Sparkassen-Konto und 10.000 € auf ein Verrechnungskonto für sein Wertpapierdepot überweisen lassen.
- Auch wichtig: Sogenannte Koppelgeschäfte sind für die ProLife GmbH verboten. Sie vermitteln keine Versicherungen, Finanzanlagen oder ähnliche Produkte. Das Unternehmen fokussiert sich rein auf die Dienstleistung, dass Policen bestmöglich aufgelöst und ausgezahlt werden.
Warum Versicherungsnehmer über die Beendigung von Policen nachdenken
Viele Lebens- und Rentenversicherungen werden mit dem Ziel abgeschlossen, langfristig Kapital für das Alter aufzubauen. Unzufriedenheit entsteht meist dann, wenn Versicherungsnehmer nach einigen Jahren erstmals genauer vergleichen, wie viel sie bereits eingezahlt haben und welchen aktuellen Wert der Vertrag tatsächlich besitzt.
Ein zentraler Punkt ist dabei der Rückkaufswert. Bei einer vorzeitigen Kündigung zahlt der Versicherer grundsätzlich den Rückkaufswert sowie gegebenenfalls vorhandene Überschussanteile aus. Dieser Betrag kann jedoch auch nach längerer Vertragsdauer unter der Summe der eingezahlten Beiträge liegen.
Hinzu kommt, dass der Garantiezins nicht mit der tatsächlichen Rendite auf alle Beiträge gleichgesetzt werden darf. Der Garantiezins wird nur auf den Sparanteil angewendet, der nach Abzug von Verwaltungs-, Vertriebs- und Risikokosten verbleibt. Für die tatsächliche Bewertung eines Vertrags ist daher der Vergleich zwischen Einzahlungen, aktuellem Vertragswert und künftig zu erwartenden Leistungen deutlich aussagekräftiger.
Bei fondsgebundenen Rentenversicherungen spielt zusätzlich der Rentenfaktor eine Rolle. Er bestimmt, wie hoch die spätere monatliche Rente im Verhältnis zum angesparten Kapital ausfällt. ProLife weist darauf hin, dass aktuelle Rentenfaktoren nicht zwingend garantiert sind und Kürzungen in der Vergangenheit rechtlich relevant sein konnten.
Neben einer unbefriedigenden Wertentwicklung gibt es natürlich auch weitere Gründe, warum Kunden ihre Verträge beenden möchten:
- Manche Versicherungsnehmer benötigen kurzfristig Liquidität und möchten ihre Versicherungspolice möglichst schnell zu Geld machen.
- Und andere benötigen den damals abgeschlossen Vertrag schlicht nicht mehr und möchten frei über das Geld verfügen.
Vor einer Kündigung oder einem Verkauf sollte immer zunächst geprüft werden, welchen aktuellen Wert der Vertrag hat, welche Leistungen noch enthalten sind und welche Alternativen bestehen. ProLife empfiehlt dafür, eine aktuelle Standmitteilung heranzuziehen und erst auf dieser Grundlage über Fortführung oder Beendigung zu entscheiden.
Welche Möglichkeiten hat ein Versicherungsnehmer?
Wer einen Lebens- oder Rentenversicherungsvertrag nicht mehr wie bisher fortführen möchte, hat grundsätzlich mehrere Möglichkeiten. Für die Bewertung durch ProLife ist dieser Vergleich entscheidend, denn ein Verkauf ist nur eine von mehreren Optionen.
1) Vertrag weiterführen
Die einfachste Möglichkeit ist, den Vertrag unverändert weiterzuführen. Das kann zum Beispiel bei älteren Verträgen mit interessanten Garantien, steuerlichen Besonderheiten oder wichtigem Risikoschutz sinnvoll sein. ProLife empfiehlt selbst, vor einer Entscheidung zunächst eine aktuelle Standmitteilung anzufordern und die bisherige Vertragsentwicklung zu prüfen.
2) Vertrag beitragsfrei stellen
Alternativ kann eine Beitragsfreistellung infrage kommen. Dabei bleibt der Vertrag bestehen, es werden jedoch keine weiteren Beiträge eingezahlt. Wie sich dies auf Kosten, Garantien und spätere Leistungen auswirkt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab und sollte vorab geprüft werden. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass die Kosten weiterlaufen und das Vermögen häufig außerhalb des Vertrags besser angelegt werden könnte.
3) Vertrag selbst kündigen
Eine weitere Möglichkeit ist die direkte Kündigung beim Versicherer. Der Versicherungsnehmer übernimmt die Abwicklung selbst und erhält nach Vertragsbeendigung den Rückkaufswert sowie gegebenenfalls vorhandene Überschussanteile.
Der wesentliche Vorteil bei dieser Variante liegt darin, dass keine Servicegebühr an einen externen Ankäufer anfällt.
Die Nachteile sollten jedoch ebenfalls beachtet werden: Der Versicherungsnehmer ist selbst für Kündigung, Unterlagen und Kommunikation mit dem Versicherer verantwortlich und muss dessen Bearbeitungs- beziehungsweise Kündigungsfristen abwarten. Außerdem besteht bei den meisten Versicherungsnehmern große Unsicherheit darüber, welche genauen Ansprüche geltend gemacht werden können und ob durch eine anwaltliche Nachprüfung gewisse Mehrerlöse möglich sind. Auch das Risiko eines eventuellen Rechtsstreits liegt hier bei den Versicherten.
4) Vertrag an ProLife verkaufen
Beim Verkauf einer Police übernimmt ProLife einen Großteil dieser Abwicklung. Vorteilhaft ist hierbei, dass Kunden nicht auf die Auszahlung durch den Versicherer warten müssen – die Auszahlung erfolgt bereits bevor ProLife das Geld tatsächlich vom Versicherer erhalten hat.
Außerdem kommt der soeben genannte Vorteil zum Tragen, dass eine Prüfung des Vertrags auf mögliche zusätzliche Ansprüche erfolgt. Laut ProLife erfolgt diese durch externe Experten, wobei das Unternehmen das Gerichts- und Prozesskostenrisiko übernimmt. Normale Versicherungsnehmer haben hier weder das Know-how noch möchten sie das Kostenrisiko dafür tragen.
Damit liegt der wesentliche Unterschied auf der Hand: Die eigene Kündigung erfolgt ohne Servicegebühr, während der Verkauf über ProLife zusätzliche Leistungen wie Vorfinanzierung, Abwicklung und Nachprüfung bietet.
Ob diese Leistungen die anfallenden Kosten rechtfertigen, hängt vor allem davon ab, wie wichtig dem Kunden eine schnelle Auszahlung und die Übernahme der weiteren Abwicklung sind.
Meine Erfahrung mit ProLife: Anfrage, Kaufvertrag & Abwicklung
Der Prozess ist sehr schlank aufgebaut. ProLife stellt ihn selbst in drei Schritten dar:
- Anfrage stellen
- Kaufvertrag digital abschließen
- Auszahlung erhalten
Wie diese Schritte in der Praxis genau aussehen und was getan werden muss, zeige ich Dir im Folgenden.
Kostenlose Anfrage und Erstkontakt
Über diesen Link kommst Du direkt zum Anfrageformular der ProLife GmbH.
Dort muss Du nur ein paar Daten zur Dir und dem Versicherungsvertrag eintragen:
Anschließend prüft ProLife die Vertragsdaten und klärt, ob ein Ankauf grundsätzlich möglich ist. Im anschließenden Erstkontakt werden die weitere Vorgehensweise und die Konditionen erläutert. Auch Rückfragen können hier nochmal geklärt werden. Erst danach entscheidet der Kunde, ob er tatsächlich verkaufen möchte.
Die Anfrage allein führt somit noch nicht zum Verkauf: Man geht hier kein Risiko ein und erhält lediglich ein kostenloses Angebot.
Kaufvertrag und benötigte Unterlagen
Entscheidet sich der Kunde für den Verkauf, wird ein Kaufvertrag mit ProLife geschlossen. Der Kaufvertrag mit der Bereitstellung einzelner Unterlagen kann digital abgewickelt oder auch per Post versendet werden.
Für den Kaufvertrag werden zusätzlich eine aktuelle Wertmitteilung des Versicherers, eine Ausweiskopie und die Versicherungspolice benötigt.
Wichtig ist hierbei, den Kaufvertrag nicht mit einer einfachen Kündigung zu verwechseln. Der Versicherungsnehmer verkauft seinen Vertrag beziehungsweise die damit verbundenen Rechte an ProLife, damit das Unternehmen anschließend die weitere Abwicklung gegenüber dem Versicherer übernehmen kann.
Mit einem Klick auf „Kaufvertrag generieren“ geht es weiter im Prozess. ProLife hat nun alle notwendigen Informationen inklusive der Bankverbindung von Dir, über welche die Auszahlung abgewickelt werden soll.
Nun wird der Kaufvertrag mit den Daten erstellt und Du kannst diesen zertifiziert digital unterschreiben.
ProLife zahlt unabhängig von der Kündigungsfrist des Versicherers innerhalb von 18 Tagen aus. Nach etwa 1-3 Monaten gibt es dann mit dem Kunden eine zweite Abrechnung. Erst dann wird die Service-Gebühr verrechnet und der Kunde erhält den noch ausstehenden Anteil.
Was passiert nach dem Verkauf einer Police?
Nach der Auszahlung und der endgültigen Abrechnung mit dem Versicherer beginnt ein weiterer Bestandteil des ProLife-Modells: die Nachbearbeitung des Vertrags. Dabei wird geprüft, ob über den bereits ausgezahlten Vertragswert hinaus noch weitere Ansprüche bestehen könnten.
Rechtliche und aktuarielle Nachbearbeitung
Die von ProLife angekauften Verträge werden durch externe Rechtsanwälte und Aktuare geprüft. Untersucht werden beispielsweise mögliche Berechnungsfehler sowie rechtliche Ansatzpunkte, aus denen sich weitere Forderungen gegenüber dem Versicherer ergeben könnten.
ProLife gibt an, die dabei entstehenden Gerichts- und Prozesskosten zu übernehmen. Der Kunde soll auch dann kein Kostenrisiko tragen, wenn sich letztlich keine zusätzlichen Ansprüche durchsetzen lassen.
Mögliche zusätzliche Auszahlung
Führt die Nachbearbeitung erfolgreich zu einer weiteren Zahlung des Versicherers, wird dieser Mehrerlös nach den mir von ProLife mitgeteilten Konditionen zu 50 % zwischen ProLife und dem Kunden aufgeteilt – ohne dass Kosten in Abzug gebracht werden. Gemeint ist damit: Vom Gesamterlös, welcher von der Versicherung generiert wird, werden 50% an den Kunden ausgezahlt. Und das auch wenn ProLife noch Gutachter- oder Gerichtskosten zu tragen hat.
Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine garantierte Zusatzleistung. Ob weitere Ansprüche bestehen und durchgesetzt werden können, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Auch zeitlich sollte dieser Punkt nicht mit der anfänglichen Auszahlung verwechselt werden: Laut den Informationen von ProLife kann die Nachbearbeitung zwischen etwa sechs Monaten und zehn Jahren dauern, wobei ProLife einen Zeitraum von durchschnittlich drei bis vier Jahren nennt.
Eine mögliche spätere Auszahlung sollte daher eher als zusätzlicher Bestandteil des Modells und nicht als fest einzuplanender Erlös betrachtet werden.
Steuerliche Aspekte
Auch steuerlich können sich bei der Vertragsbeendigung Besonderheiten ergeben. ProLife weist insbesondere darauf hin, dass sich die steuerliche Behandlung unter anderem nach dem Abschlussdatum des Vertrags richtet: Verträge vor und ab 2005 werden unterschiedlich behandelt.
ProLife zahlt bei Verträgen, bei denen Kapitalertragsteuer anfällt, zusätzlich 30 % der anfallenden Kapitalertragsteuer an den Kunden zurück.
Interessant kann außerdem ein Vertrag sein, bei dem die insgesamt eingezahlten Beiträge höher sind als der letztlich erzielte Auszahlungsbetrag. Ein daraus resultierender Verlust kann unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich mit positiven Kapitalerträgen verrechnet werden.
Risiken und wichtige Punkte vor dem Verkauf
Trotz der vergleichsweise einfachen Abwicklung sollte der Verkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung nicht allein wegen einer schnellen Auszahlung erfolgen. Vor der Entscheidung sind insbesondere Versicherungsschutz, Vertragskonditionen und die fehlende Garantie zusätzlicher Erlöse zu berücksichtigen.
Verlust bestehenden Versicherungsschutzes
Ein Lebensversicherungsvertrag kann neben dem Sparanteil auch einen Risikoschutz, beispielsweise für Hinterbliebene oder für die eigene Absicherung, enthalten. Mit der Beendigung des Vertrags kann dieser Schutz entfallen.
ProLife weist selbst darauf hin, dass von einem Verkauf abzuraten ist, wenn ein benötigter Schutz anschließend nicht sinnvoll ersetzt werden kann. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich der Gesundheitszustand seit Vertragsabschluss verschlechtert hat und eine neue Risikolebensversicherung dadurch deutlich teurer oder nicht mehr erhältlich wäre.
Vor dem Verkauf sollte daher geprüft werden, welche Versicherungsleistungen neben dem Vermögensaufbau im Vertrag enthalten sind und ob diese weiterhin benötigt werden.
Praxisbeispiel: Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) in Kombination mit Renten- oder Lebensversicherungen
Ein Versicherungsnehmer hat mit 30 Jahren eine private Rentenversicherung mit BUZ abgeschlossen. Die BUZ sichert eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente ab und übernimmt im Leistungsfall zusätzlich die Beiträge zur Altersvorsorge. Mit 45 Jahren möchte er die Rentenversicherung wegen einer enttäuschenden Wertentwicklung verkaufen. Inzwischen bestehen jedoch gesundheitliche Vorerkrankungen. Eine neue selbstständige BU-Versicherung könnte deshalb erheblich teurer werden, Leistungsausschlüsse enthalten oder gar nicht mehr erhältlich sein.
Der Verkauf der Rentenversicherung könnte in diesem Fall möglicherweise ein schlechtes Geschäft sein, selbst wenn die Beendigung des Sparvertrags wirtschaftlich sinnvoll erscheint. Vor einem Verkauf sollte deshalb geprüft werden, ob eine BUZ enthalten ist, ob sie mit Beendigung des Hauptvertrags erlischt und ob sie gegebenenfalls separat fortgeführt werden kann. Einen bestehenden BU-Schutz sollte man grundsätzlich nicht aufgeben, bevor geklärt ist, wie die Absicherung danach aussieht.
Kurz gesagt: Bei einer Rentenversicherung mit BUZ darf nicht nur der Rückkaufswert betrachtet werden. Der Wert des möglicherweise nicht mehr ersetzbaren Berufsunfähigkeitsschutzes kann wesentlich wichtiger sein als der finanzielle Vorteil einer Vertragsbeendigung.
Erfahrungen anderer Kunden zur ProLife GmbH
Neben meinen eigenen Erfahrungen möchte ich auch die Bewertungen auf Bewertungsplattformen betrachten, um einen breiteren Eindruck von den Erfahrungen mit ProLife zu erhalten. Insgesamt fällt das öffentlich sichtbare Bewertungsbild deutlich positiv aus.
Auf Trustpilot erreicht ProLife aktuell einen TrustScore von 4,7 von 5 Punkten bei 168 Bewertungen. 87 % der Bewertungen entfallen auf fünf Sterne und 9 % auf vier Sterne:
Häufig positiv erwähnt werden eine unkomplizierte Abwicklung, freundliche Kommunikation und die Einhaltung der angekündigten Auszahlungsfrist. Einzelne Kunden berichten ausdrücklich davon, dass die erste Auszahlung innerhalb der versprochenen Frist erfolgt sei.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auf ProvenExpert. Dort sind derzeit 1.186 Bewertungen mit durchschnittlich 4,83 von 5 Punkten veröffentlicht. Besonders häufig werden Kundenservice, Kommunikation und eine problemlose Abwicklung positiv hervorgehoben.
Kritische Stimmen gab es nur in untergeordneter Anzahl und beziehen sich zum Beispiel darauf, dass sich aus der Nachprüfung kein Mehrerlös ergeben hätte. Da solche Nachzahlungen jedoch nicht garantiert sind, ist dies ein stark subjektives Thema und von der verkauften Police abhängig.
ProLife im Vergleich zur eigenen Kündigung
Für die abschließende Bewertung ist der direkte Vergleich für Dich sicherlich hilfreich:
| Kriterium | Eigene Kündigung | Verkauf über ProLife |
|---|---|---|
| Abwicklung | selbst mit dem Versicherer | durch ProLife |
| Auszahlung | abhängig von Vertrags- und Bearbeitungsfristen | Vorfinanzierung innerhalb von 18 Tagen |
| Höhe der ersten Auszahlung | Rückkaufswert nach Abrechnung | 80 % bei Fondspolicen / 90 % bei klassischen Policen |
| Kosten für Abwicklung | keine ProLife-Gebühr | 7,5 % Servicegebühr |
| Schlussabrechnung | direkt durch Versicherer | nach endgültiger Abrechnung mit dem Versicherer |
| Nachprüfung möglicher Ansprüche | muss selbst organisiert werden | durch externe Experten |
| Kostenrisiko der Nachprüfung | abhängig von eigener Vorgehensweise | kein Gerichts-/Prozesskostenrisiko |
| Möglicher Mehrerlös | ggfs. selbst durchzusetzen, jedoch oft nicht praktikabel | 50 % für den Kunden bei erfolgreicher Nachbearbeitung |
| Aufwand für den Kunden | hoch | gering |
Der größte Vorteil der eigenen Kündigung liegt damit bei den Kosten. Wer keinen Zeitdruck hat, die Kommunikation mit dem Versicherer selbst übernehmen möchte und keine zusätzliche Nachprüfung durch ProLife benötigt, kann dadurch die Servicegebühr vermeiden. Bei einer Kündigung werden grundsätzlich der Rückkaufswert und gegebenenfalls vorhandene Überschussanteile ausgezahlt.
Theoretisch ist es auch möglich, dass man selbst versucht, über eine Nachprüfung einen Mehrerlös von der Versicherung zu erhalten. Hierbei sollte man aber auf jeden Fall die persönlichen Kosten dagegen rechnen, die hierbei anfallen können.
Für mich ist jedoch weniger die Frage entscheidend, welcher Weg „besser“ ist, sondern welche Leistung für die individuelle Situation am meisten Sinn macht.
Denn wer Wert auf schnelle Liquidität, wenig eigenen Verwaltungsaufwand und die anschließende professionelle Nachprüfung legt, findet bei ProLife ein umfangreicheres Dienstleistungsmodell.
Damit lässt sich im nächsten Schritt ein persönliches Gesamtfazit ziehen und einordnen, für wen sich ProLife aus meiner Sicht eignet – und für wen eher nicht.
Persönliches Fazit: Für wen lohnt sich die ProLife GmbH?
Die ProLife GmbH löst ein sehr praktisches Problem: Wer seine Lebens- oder Rentenversicherung beenden möchte, kann einen großen Teil des Rückkaufswertes sehr schnell erhalten und muss sich anschließend nicht selbst um die weitere Abwicklung mit dem Versicherer kümmern.
Mit einer Anfrage bei ProLife GmbH gehst Du kein Risiko ein: Wenn Dir das Angebot für den Ankauf Deiner Versicherungspolice nicht gefällt, musst es nicht annehmen.
Positiv ist, dass Anfrage und Kaufvertrag vollständig digital abgewickelt werden können und ProLife anschließend die komplette Abwicklung übernimmt – ohne dass Du selbst mit der Versicherung kommunizieren musst.
Ebenfalls vorteilhaft ist die anschließende rechtliche und aktuarielle Nachbearbeitung. ProLife lässt mögliche weitere Ansprüche durch externe Experten prüfen und übernimmt das damit verbundene Gerichts- und Prozesskostenrisiko. Ein möglicher Mehrerlös ist ein potenzieller Zusatznutzen und keine Garantie. Trotzdem hat man anschließend die Sicherheit, dass man alle Ansprüche geltend gemacht und nichts „liegen gelassen“ hat.
Der wohl einzige Negativaspekt sind die Kosten. Mit einer Servicegebühr von 7,5 % ist der Verkauf nicht die günstigste Möglichkeit, einen Vertrag zu beenden. Du solltest Dir daher überlegen, ob Dir die Vorfinanzierung, die übernommene Abwicklung und die spätere Nachprüfung diese Gebühr wert sind. Das hängt auch immer von der Police ab, die Du beenden möchtest.
Auch sollte kein Vertrag allein wegen einer enttäuschenden bisherigen Entwicklung vorschnell verkauft werden. Besonders vorhandene Garantien, steuerliche Besonderheiten und ein bestehender Risikoschutz können gegen eine Beendigung sprechen. Bemerkenswert finde ich hier, dass ProLife selbst von einem Verkauf abrät, wenn ein benötigter Versicherungsschutz anschließend nicht sinnvoll ersetzt werden kann.
Für wen eignet sich ProLife aus meiner Sicht? Vor allem für Versicherungsnehmer, die ihren Vertrag ohnehin beenden möchten, schnell über einen großen Teil des Vertragswertes verfügen wollen und möglichst wenig Aufwand mit der weiteren Abwicklung haben möchten.
Und was natürlich besonders stark ist: Das Angebot kannst Du Dir zu 100 % kostenlos einholen und anschließend in Ruhe entscheiden.
Quelle: Depotstudent Dominik, depotstudent. Hier findest du den vollständigen Originalartikel mit Abbildungen.