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Run Off: AXA verkauft klassische Lebensverischerungsbestände

Und schon wieder stößt ein Versicherer seine Bestände ab!
Lesezeit: 4 Minuten
Presse
Von Felix Früchtl - 28.07.2022

Nachdem die Zurich vor nur wenigen Wochen bekannt gab, dass sie ihren klassischen Lebensversicherungsbestand loswerden möchte, sind nun also auch die Kunden der AXA betroffen. Genauer gesagt werden alle Verträge der ehemaligen DBV Winterthur, die die AXA im Jahr 2006 selbst übernommen hatet, weitergegeben. Das betrifft mehr als 900.000 Fälle mit einem Volumen von rund 16 Milliarden Euro.



Hallo und Herzlich Willkommen zu einer neuen Blogeintrag der ProLife GmbH! Ich begrüße Sie herzlich, zum Thema Run Off der AXA Versicherung!

Es geht Schlag auf Schlag, wir haben gerade eben vor wenigen Tagen erst ein Video gedreht zu dem Thema Run Off der Zurich Versicherung. Vor wenigen Tagen hat auch die Axa nachgezogen, die Gesellschaft hat bekannt gegeben, dass auch sie ein Teil ihrer Versicherungsverträge an die Athora (ein weiteres Run Off Unternehmen) verkaufen möchte.
Es handelt sich um rund 900.000 Verträge, diese sollen veräußert werden von der Axa an die Athora. Die 900.000 Verträge haben ein ungefähres Deckungskapital von 15 bis 19 Milliarden Euro, das in diesen Verträgen verwaltet wird. Der Kaufpreis soll ungefähr zwischen 610 und 660 Millionen Euro liegen, diesen soll die Athora der Axa für den Bestand zahlen.
Dabei geht es konkret um die DBV-Verträge der AXA Versicherung. DBV Winterthur-Verträge die 2006 von der Axa entsprechend abgekauft, bzw. übernommen worden sind.
Heißt: Die DBV-Winterthur-Verträge, die Sie vielleicht in der Vergangenheit abgeschlossen haben, wurden 2006 von der Axa übernommen. Jetzt gibt die Axa diese 900.000 Verträge weiter an die Athora, damit diese Verträge weiter verwaltet werden.
Es ist der drittgrößte Deal in Deutschland, was dieses Thema des Run Offs angeht. Der größte Deal ist immer noch der von 2019, als die Generali ihre Verträge an die Viridium verkauft hat. Mittlerweile firmieren die Generali Verträge unter dem Namen der Proxalto. Die Athora ist ein von drei Run Off Unternehmen. Neben ihr existieren die Viridium, die Athora und die Frankfurt-Leben-Gruppe. Alle drei Unternehmen sind sogenannte Run Off Gesellschaften.


Was sind Run Off Unternehmen eigentlich?

Run Off Unternehmen sind Finanzinvestoren, die Lebens- und Rentenversicherungsbestände von klassischen Versicherungskonzernen aufkaufen. Diese kaufen diese Verträge an, um mit den Beständen, die bereits bestehen, Gewinn zu erzielen. Diesen können sie dann entsprechend ihren Aktionären ausschütten.

Wie möchten die Run Off Unternehmen mit diesen Beständen Gewinn erwirtschaften, wenn auf der anderen Seite die Versicherungskonzerne diese Bestände unbedingt loshaben wollen, weil sie nichts mehr damit verdienen?
Das Ziel ist das Run Off Unternehmen keinen aktiven Vertrieb mehr beschäftigen und, dass sie einen deutlich schlankeren Fuß bekommen, was die Bereiche Verwaltung, Vertrieb und in IT angeht.
Durch die Bündelung vieler Verträge, versuchen die Run Off Gesellschaften diesbezüglich sich deutlich schlanker aufzustellen. Mit diesen Verträgen soll vornehmlich Kapital generiert werden.


Warum geben die Versicherungskonzerne ihre Verträge frei / Warum verkaufen sie ihre Verträge, die in der Vergangenheit mit dem Kunden geschlossen worden?

Das ist relativ einfach. Diese Verträge passen einfach nicht mehr ins Portfolio der Versicherungskonzerne. Diese müssen dafür hohe Rückstellungen in ihren Bilanzen bilden, weil es in der Vergangenheit Garantiewerte gab bzw. Garantiezinsen, die den Kunden versprochen werden mussten. Die Garantiezinsen sind im Verhältnis zum aktuellen Zinsniveau sehr hoch, deswegen müssen hohe Reserven in den Bilanzen gehalten werden. Das belastet das Eigenkapital, die Bilanz und die Eigenkapitalquote der Versicherungskonzerne. Dies führt dazu, dass sie vielleicht gewisse Voraussetzungen gar nicht mehr erfüllen können, deswegen wird einfach ein bilanzpolitischer Schritt gewagt, frei nach dem Motto: „Wir verkaufen diese Versicherungsbestände, die in der Vergangenheit mit den Kunden abgeschlossen wurden, an jemandem drittes der darauf spezialisiert ist und der soll die im Zweifel dann abwickeln.“


Sie haben einen Axa-Vertrag?

Und Fragen sich jetzt was kann Sie dagegen tun können, dann muss ich sie leider enttäuschen, weil sie leider überhaupt nichts dagegen tun können! Es ist eine einseitige Erklärung, vonseiten der Versicherungsgesellschaft die ihren Vertrag entsprechend weitergegeben hat.
Sie werden darüber dann wahrscheinlich noch eine Information bekommen, haben dann aber keinerlei Möglichkeit sich gegen diese Transaktion entsprechend zu wehren.
Sie haben maximal die Möglichkeit aus der Versicherungspolice auszusteigen, sie zu kündigen oder den Vertrag beispielsweise zu verkaufen.
Aber Sie können gegen die Transaktionen selbst kein Veto einlegen oder dergleichen. Sie müssen sich dieser Entscheidung tatsächlich einfach beugen.
Dieser Run Off ist ein ganz spezieller Fall, denn dieser findet nicht von einem auf den anderen Tag statt. Er ist über fünf Jahre gestaffelt, die Verträge sollen anfangs auch noch von der Axa betreut werden, dann nach und nach auf die Athora übergehen und dort in die Betreuung fließen.
Der Name DBV bleibt auch weiterhin bei der Axa vorhanden, man weiß auch noch nicht ob diese Verträge, die jetzt bei der Axa sind, in der Zukunft einen neuen Namen bekommen.


Was passiert sonst noch mit ihrem Vertrag? / Auf was können sie sich in der Zukunft einstellen?

  • Name der Gesellschaft kann sich ändern
  • Ansprechpartner kann sich ändern
  • Design auf der Wertmitteilung kann sich ändern
  • Neue Servicepartner

Vorteile von einem Run Off:

  • Run Off Unternehmen muss sich nur auf die Bestandsverwaltung fixieren, heißt kein Vertrieb muss geführt werden/ keine anderen Versicherungsprodukte im Portfolio die auch noch betreut werden müssen
  • Effizienz kann somit deutlich gesteigert werden
  • Run Off Unternehmen in Deutschland arbeiten deutlich effizienter als der Durchschnitt der Versicherungskonzerne
  • Effizienzeinsparung führt dazu, dass die Run Off Unternehmen prozentual höhere Gewinne machen
  • Laut einer Studie zufolge, kommen diese höheren Gewinne leider nicht beim Kunden an

Bleta Peci

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Nachteile von einem Run Off:

Wenn Sie nun aus Ihrer Police raus möchten, dann haben Sie jetzt 2 Möglichkeiten:

  1. Selbst Kündigen (mit viel Aufwand und Ungewissheit über die Auszahlungshöhe verbunden)
  2. Über ProLife verkaufen (rechtssicher und angenehm, Experten werden ihren Vertrag überprüfen, Mehrwerte können erzielt werden)

Wenn Sie Interesse haben an dem Verkauf Ihre Police, dann melden Sie sich gerne bei uns!
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